17.10.2017

Jürgen Weilmünster darf wieder pfeifen

Empfehlung des Verbandsschiedsrichterausschusses aufgehoben

Jürgen Weilmünster darf ab dem 1. November wieder seiner Leidenschaft nachgehen. Foto: Charlie Rolff

Der in Osthessen unter dem Rufnamen "Howie" bekannte Schiedsrichter Jürgen Weilmünster darf ab dem 1. November wieder Spiele leiten. Der 53-Jährige, der behauptet, nach einem Spiel in der A-Liga Alsfeld von einem Vertreter des SV Hattendorf tätlich angegriffen worden zu sein, durfte zuletzt auf Empfehlung des Verbandsschiedsrichterausschusses keine Begegnungen pfeifen.

Das wurde jetzt aufgehoben, wie der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses, Gerd Schugard, auf Nachfrage bestätigte: "Wir haben die Empfehlung an die Fuldaer Schiedsrichtervereinigung zum 1. November aufgehoben und ihr freigestellt, den Schiedsrichter Jürgen Weilmünster wieder einzusetzen. Hintergrund ist, dass das Ende des ordentlichen Strafverfahrens noch nicht absehbar ist und sich womöglich in das neue Jahr hineinziehen wird. Daher haben wir uns zu dieser Maßnahme entschieden", erklärt Schugard.

Rückblende: Am Freitag, den 21. April, hatte Weilmünster die Partie zwischen dem SV Hattendorf und der SG Schwalmtal in der A-Liga Alsfeld geleitet. Im Hinblick auf die Geschehnisse nach dem Spiel, die Mitte Mai vor dem Sportgericht des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) verhandelt wurden, liegen die Meinungen der Beteiligten ziemlich weit auseinander. Weilmünster behauptet, vom Hattendorfer Vereinsmitglied Werner Schweiner in der Schiedsrichterkabine geschlagen worden zu sein. Schweiner bestreitet dies.

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