12.10.2017

Basler hilft Rot-Weiss Frankfurt mindestens bis zur Winterpause

Hessenliga: Großer Medienrummel bei Vorstellung

Mario Basler (Zweiter von links) mit den Club-Bossen von Rot-Weiss Frankfurt. Foto: Mithat Gürser

Unter einem gewaltigen Medienrummel ist Ex-Nationalspieler Mario Basler am Donnerstag offiziell als neuer Trainer von Hessenligist SG Rot-Weiss Frankfurt präsentiert worden. Vor zahlreichen Fernsehkameras erklärte die neue Führung des Klubs vom Rödelheimer Parkweg den anwesenden Medienvertretern, wie die aufsehenerregende Verpflichtung Baslers möglich gemacht worden ist. Auch der Ex-Profi stand den Journalisten ausführlich Rede und Antwort.

Eines hat Rot-Weiss Frankfurt mit der Verpflichtung des prominenten Ex-Profis definitiv erreicht: Eine mediale Aufmerksamkeit, wie sie dem Verein in seiner 116-jährigen Vereinsgeschichte wohl noch nie zuteil geworden ist. Und es dürfte als sicher angesehen werden, dass die Zuschauerzahl im erst Anfang November stattfindenden nächsten Heimspiel gegen den mit Rudi Bommer auf der Trainerbank ebenfalls prominent besetzten SC Hessen Dreieich sich um ein Vielfaches multiplizieren dürfte. Der Europameister von 1996 ist das neue Zugpferd, auf das Rot-Weiss nicht nur im Kampf gegen den drohenden Abstieg aus der Hessenliga setzt.

Vor allem in Bereich Sponsoring soll der Name des ehemaligen Bundesligaspielers beim finanziell angeschlagenen Verein offene Türen einrennen. Es dauerte nicht lange, bis Basler auf der Pressekonferenz in seiner gewohnt authentischen Art die ersten Fragen der Anwesenden zu beantworten begann. Deutlich wurde, dass Baslers Engagement in erster Linie ein Freundschaftsdienst für seinen langjährigen Freund Johny Baez darstellt, der ja erst kürzlich in den neuen Aufsichtsrat der "Roten" gewählt worden ist. Es gehe ihm dabei keinesfalls um Geld, betonte Basler. Der vielbeschäftigte Ex-Profi hatte sich die Mannschaft am vergangenen Dienstag im Spiel gegen Tabellenführer TSV Lehnerz (1:3) angeschaut und sein kommendes Team für gut befunden.

"Die junge Mannschaft hat Potenzial und der Verein hat mit diesem tollen Gelände tolle Voraussetzungen. Wir haben dann die letzten Dinge final geklärt. Somit haben wir entschieden, dass wir das zunächst bis zum 9. Dezember machen", stellte Basler klar. Bis zum Winter fährt der Klub nun zweigleisig und werde sich sowohl auf dem Spielermarkt als auch in Sachen Trainersuche weiter umhören, wie der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz betonte. Basler hob hervor, dass "wir in den neun Spielen so viele Punkte wie möglich holen müssen, um den Abstand zum rettenden Ufer zu verkürzen. Nur so können wir der Mannschaft eine realistische Chance geben, um die Klasse zu halten". Basler wird die rund 100 Kilometer aus seinem Wohnort in der Pfalz nach Frankfurt pendeln und das Training vier Mal in der Woche leiten plus am Spieltag auf der Trainerbank sitzen.

Unmittelbar nach der spektakulären Pressekonferenz wurde Basler der Mannschaft vorgestellt und leitet derzeit das erste Training. Am Samstag steht das Debüt Baslers mit dem wichtigen Kellerduell beim FC Ederbergland an. Der Ex-Profi betonte mit seiner gewohnten Portion an Selbstbewusstsein: "Ich schaue nicht auf den Gegner. Ich habe am Dienstag gesehen, dass die Mannschaft gut ist und wir ein großes spielerisches Potenzial haben. Von daher ist die Mannschaft stark genug, gegen jeden Gegner gewinnen zu können". / pac

Die Pressekonferenz

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