12.10.2017

Lohsse: "Wir müssen immer ans Limit gehen"

Hessenliga: Defensivstarke Ginsheimer zu Gast in Lehnerz

TSV-Coach Marco Lohsse möchte auch im achten Spiel in Folge ohne Niederlage bleiben. Foto: Charlie Rolff

Nachdem die Lehnerzer am Dienstag durch den 3:1-Erfolg bei Rot-Weiss Frankfurt die Tabellenführung in der Hessenliga ausgebaut haben, kommt mit dem VfB Ginsheim am Samstag (15 Uhr) ein Aufsteiger an die Richard-Müller-Straße. Die Gastgeber sind seit sieben Spielen ungeschlagen und wollen die Serie im Heimspiel ausbauen.

Mit derzeit vier Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz führt der TSV Lehnerz nach dem Sieg unter die Woche die Tabelle in der Hessenliga an. Zwar hat der Tabellenzweite Hessen Dreieich noch zwei Partien in der Hinterhand, doch der TSV hat mit 19 von 21 möglichen Punkten seit der einzigen Saisonniederlage im Derby bei Buchonia Flieden (0:2) einen Lauf. "Wir haben seit sieben Spielen nicht verloren und wollen die Serie ausbauen", macht Trainer Marco Lohsse deutlich, fügt aber zugleich an: "Wir sind keine Mannschaft, die im Vorbeigehen Spiele gewinnt. Wir müssen gegen jeden Gegner ans Limit gehen."

Den kommenden Gegner aus Ginsheim sieht der TSV-Coach als "sehr unbequeme Mannschaft. Ich habe sie gegen Fulda gesehen. Die haben sich nie aufgegeben und sind schwierig zu bespielen." Der Aufsteiger blieb in den letzten vier Partien ungeschlagen und hat in den bisherigen zwölf Spielen erst 13 Gegentore gefangen. "Die Ginsheimer stehen gerade in der Defensive stabil und lassen ganz wenig zu. Da müssen wir sehr diszipliniert spielen. Wenn wir einen Schritt weniger machen, dann wird es nicht reichen", fordert Lohsse vollen Einsatz von seiner Mannschaft.

Verzichten muss der Trainer weiterhin auf die Verletzten Steven von der Burg, Alexander Reith und Andre Vogt. Doch zumindest die zuletzt angeschlagenen Tobias Göbel und Sebastian Bartel stehen am Samstag wieder zur Verfügung. Letztgenannter stand gegen Rot-Weiss Frankfurt auch schon wieder im Kader.

Artur Lemm, Trainer der Gäste erwartet in Lehnerz eine "extrem schwierige Aufgabe. Wir fahren zum Spitzenreiter. Aber wir haben zuletzt gegen Watzenborn und Fulda auch einen Punkt geholt. Obwohl Watzenborn in der Tabelle schlechter dasteht, schätze ich sie ähnlich stark ein wie Lehnerz. Da haben wir viel Fleiß und Mentalität gezeigt. Wenn wir es schaffen, diese Tugenden abzurufen, können wir vielleicht wieder ein Pünktchen mitnehmen", hofft Lemm, der auf eine Reihe von Spielern verzichten muss. Oliver Schmitt, Lukas Manneck, Jan Finger und Marvin Wagner fehlen verletzt. Dafür sind die zuletzt fehlenden Jörg Finger (Sprachreise) und Kamil Kwiaton (Urlaub) wieder zurück. Ob es für sie am Samstag für den Kader reicht, ließ der Coach aber noch offen. "Die anderen Spieler haben es ja zuletzt auch gut gemacht."

Autor: Daniel Bolz

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