13.10.2017

Mit 18 Jahren in der Doppelrolle

Pia Nitsche ist Spielerin und Trainerin

Pia Nitsche (Zweite von rechts) konnte in der laufenden Runde bereits acht Tore bejubeln. Foto: Kevin Kremer

Sie ist erst 18 Jahre jung, doch in der Frauenfußball-Abteilung des TSV Pilgerzell trägt sie schon jede Menge Verantwortung: Pia Nitsche ist sowohl Spielerin der Frauenmannschaft in der Verbandsliga als auch Trainerin des erfolgreichen Nachwuchses des TSV. Zahlreiche Stunden verbringt sie Woche für Woche auf dem Platz – und ist mit Feuereifer dabei.

Für die 18-jährige Schülerin aus Künzell war es fast schon eine Selbstverständlichkeit, sich nach der eigenen Zeit im Juniorinnen-Bereich künftig weiter dem Nachwuchs in Pilgerzell zu widmen: „Als ich vor einem Jahr selbst aus der Mädchenmannschaft herauskam, wollte ich die Mannschaft einfach nicht ganz verlassen. Und da unser damaliger Trainer Marc Leubecher aus zeitlichen Gründen nicht mehr weitermachen konnte, habe ich die Aufgabe zusammen mit Lisa Schlott übernommen“, erklärt Nitsche.

Während ihre Teamkollegin aus der Frauenmannschaft sie bei dieser Aufgabe aufgrund des letzten Ausbildungsjahres nur noch organisatorisch unterstützen kann, ist Nitsche nun im zweiten Jahr Trainerin der B-Juniorinnen, die im Sommer in die Verbandsliga aufgestiegen sind. Dass sie dabei nur einen geringen Altersunterschied zu ihren Schützlingen aufweist, stellt kein Problem dar: „Wenn die Disziplin herrscht und die Mädels merken, dass man es ernst meint, dann funktioniert das auch. Es macht sehr viel Spaß“, berichtet die 18-Jährige, die 2014 aus Gläserzell zum TSV gewechselt war. Zuvor war die Schülerin der 12. Klasse für die Junioren des TSV Künzell aktiv.

Auf dem Sportplatz findet man Nitsche unter der Woche zwar nicht jeden Tag, ist aber Training angesetzt, dann kommen auch schnell vier Stunden zusammen: „Ich lege die Einheiten mit den Mädchen immer vor das der Frauenmannschaft, dann habe ich den Aufwand nur einmal.“ Lediglich die Wochenenden sind ausgebucht: Samstags steht Nitsche selbst auf dem Feld, sonntags coacht sie die Juniorinnen, für die sie selbst das beste Vorbild ist: Entsprungen aus dem eigenen Nachwuchs, ist die Offensivspielerin aus dem Frauenteam nicht mehr wegzudenken, zählt stets zu den besten Torjägerinnen ihrer Mannschaft.

Acht Treffer konnte Nitsche bislang auch in der Verbandsliga beisteuern. Das Ziel Klassenerhalt ist für die Fußballerinnen deutlich greifbarer als noch vor zwei Jahren. „Es läuft wirklich überraschend gut, vor allem die Unentschieden gegen die Mitfavoriten wie Lütter und Klein-Linden waren super. Aber im Team stimmt es einfach. Alle sind sehr motiviert“, berichtet Nitsche, die fest davon überzeugt ist, dass in dieser Saison ein Platz unter den besten fünf möglich sein wird. „Und wer dafür die Tore schießt, ist mir völlig egal.“

Autor: Viktoria Goldbach

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Mannschaften