20.02.2018

„Wir sind Jäger, keine Beerensammler“

Jürgen Krawczyk zieht nach 3:3 im Debüt positives Resümee

Jürgen Krawczyk (links) sah ein gutes erstes Spiel seiner neuen Mannschaft. Archivfoto: Charlie Rolff

Ein Unentschieden, das vor dem Spiel wohl blind unterschrieben worden wäre, am Ende aber doch enttäuschte Gesichter zurückließ: Das 3:3 in der Verbandsliga beim CSC 03 Kassel war für den RSV Petersberg definitiv ein Schritt in die richtige Richtung – und ein gelungenes Debüt für Neu-Trainer Jürgen Krawczyk, wenngleich der große Wurf ausblieb.

„Generell haben wir schon sehr viele Sachen umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben“, lobt der neue Trainer. „Wir waren aggressiv in den Zweikämpfen, wollten die Gegenspieler jagen, Kassel hatte gar keine Entfaltungsmöglichkeiten. Dazu haben wir nach vorne richtig gute Torchancen kreiert. Das war ein sehr gutes Spiel von uns.“ Unter anderem Winter-Neuzugang Ferhat Yildiz glänzte im 4-4-2-System in vorderster Front, konnte sich gleich in die Scorerliste eintragen und bekam von seinem Trainer ein Extralob: „Er war hochengagiert und hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, weil er auch viel nach hinten gearbeitet hat“, freute sich Krawczyk.

Da Yildiz aber das 4:1 liegen ließ und Daniel Nüchter aufgrund einer „Unbesonnenheit“ (Zitat Krawczyk) des Feldes verwiesen wurde, musste der Neu-Coach bei seinem Debüt am Ende auch von zwei verlorenen Punkten sprechen. Per Elfmeter gelang Kassel in der 88. Minute der Anschlusstreffer, in der Nachspielzeit fiel mit einem sehenswerten Tor der Ausgleich. „Kassels Trainer Lothar Alexi musste auch zugeben, dass sie die Niederlage verdient gehabt hätten. Es ist ein gutes Zeichen, beim Tabellendritten die bessere Mannschaft gewesen zu sein.“

Wirklich überrascht über das positive Resultat war Krawczyk im Übrigen nicht: „Die Mannschaft hat in der Vorbereitung sehr gut mitgezogen und viel gearbeitet. Da musste schon zwangsläufig ein gutes Ergebnis im ersten Spiel dabei herauskommen.“ In Bezug auf die Situation im Abstiegskampf hilft der Punkt aber nur weiter, wenn am Samstag beim direkten Konkurrenten Schwalmstadt ein Dreier folgt. „Wir sind Jäger, keine Beerensammler. Wir wollen jagen und an Schwalmstadt herankommen. Wie nach Kassel fahren wir auch nach Schwalmstadt, um zu gewinnen. Nach der gezeigten Leistung am Wochenende bin ich guten Mutes, dass dies möglich ist“, ist der neue Trainer optimistisch.

Autor: Steffen Kollmann

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