22.02.2018

"Niemand darf sich schonen"

Hessenliga: Paliatka fordert Grundtugenden

Petr Paliatka brennt auf den Startschuss. Foto: Steffen Turban

Will der Sportverein Steinbach ein neuerliches Mal den Hessenliga-Klassenerhalt vollführen, sollte er tunlichst seine Heimspiele gewinnen. Nach Möglichkeit auch das am Samstag (14.30 Uhr) gegen den Titelkandidaten und Regionalliga-Absteiger aus dem Pohlheimer Ortsteil Watzenborn-Steinberg.

Doch einerseits mutet diese Aufgabe von der Papierform so schwer an, wie kaum eine andere und andererseits steht die Austragung auf ganz wackligen Beinen – wie Spielertrainer Petr Paliatka zu Bedenken gibt: „Der obere Platz ist permanent gefroren, da geht nichts. Und unten ist es an der Grenze. Der Verein versucht eine Austragung aber unbedingt zu ermöglichen.“ Geht es nach Paliatka, soll unbedingt gespielt werden – aus mehreren Gründen. So sei sein Kader aktuell komplett, ein in dieser Saison noch nicht dagewesener Zustand. Zudem brenne das Team auf ein Punktspiel, zumal es immer schwieriger würde, Testspielgegner zu finden, weil auch andere Ligen bereits im Spielbetrieb sind.

Dass aber ein vergleichsweise schlechtes Geläuf gegen den Regionalliga-Absteiger ein Vorteil für die Steinbacher sein könnte, glaubt Paliatka ganz und gar nicht. „Wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir Watzenborn auf richtig gutem Rasen besiegen können.“ An jenem Augusttag spielte der SVS groß auf, siegte in Pohlheim mit 3:2 und ließ kurzzeitig die Bäume in den Himmel wachsen. Es folgten zwei heftige Derbyniederlagen und der Rücktritt von „Kalle“ Müller.

In Pohlheim verzichtete Müller übrigens in der Startaufstellung – wenn auch gezwungenermaßen – auf Sohn Marius und Vuk Toskovic, das Team zeigte dennoch, dass es ohne die beiden Offensivspieler bestehen kann. Mittlerweile ist das Duo am Mühlengrund Geschichte, dafür steht Andre Herr vor seinem Debüt.

Herr wie auch alle anderen werden eine Menge investieren müssen, um am Samstag etwas mitzunehmen: „Wir müssen extrem diszipliniert agieren, gerade in der Rückwärtsbewegung müssen alle Mann mitmachen und es darf sich keiner, aber auch wirklich keiner schonen“, fordert Paliatka alle Grundtugenden und gleichermaßen höchste Konzentration ein.

Watzenborn-Steinberg wird nach der Hinspielniederlage hingegen auf eine Revanche brennen und sieht mit aktuell acht Punkten Rückstand auf Rang zwei und den dort stehenden Lokalrivalen Waldgirmes immer noch realistische Aufstiegschancen, zumal besonders in den Wochen vor der Winterpause die Formkurve der Cimen-Elf absolut stimmig schien.

Autor: Johannes Götze

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