27.02.2018

Vorbild Eintracht Stadtallendorf

Das sind Martin Hohmanns Pläne bei Borussia Fulda

Martin Hohmann sieht den SC Borussia Fulda gut für die Zukunft aufgestellt.

Mit den Vertragsverlängerungen von Leon Pomnitz, Benjamin Fuß, Sebastian Alles, Dennis Müller (alle bis 2020) sowie den bestehenden Kontrakten von Marcel Mosch, Kenan Mujezinovic und Pierre Mistretta (bis 2019) hat der SC Borussia Fulda einen großen Schritt in der Kaderplanung für die kommende Spielzeit gemacht. Borussen-Sportdirektor Martin Hohmann verrät nun im Gespräch mit unserem Online-Portal, wie sich der Hessenligist für die Zukunft aufstellen möchte.

Ein großes Anliegen war den Verantwortlichen der Borussia, dass die regionalen Eckpfeiler des Teams dem Traditionsverein ein "Ja" gegeben haben. "Wir wollen, dass in den nächsten Jahren etwas zusammenwächst und möchten nicht mehr die Fluktuation aus der jüngeren Vergangenheit", verdeutlicht Hohmann, der optimistisch ist, dass der Kontrakt mit Angreifer Dominik Rummel nach dessen überstandenem Knorpelschaden ausgedehnt werden kann. "Dome soll bleiben, da sind sich alle im Verein einig. Es ist doch aber auch klar, dass wir nach seiner Verletzung erst einmal den Genesungsverlauf abwarten wollten. Jetzt hoffen wir, dass es bei ihm so weitergeht und es keine weiteren Rückschläge gibt", so Hohmann.

In den kommenden Wochen sollen nun die Gespräche mit den weiteren Spielern vorangetrieben werden, wobei bei einigen Akteuren eine erneute Unterschrift nur noch Formsache sei. "Wir haben jetzt eine Mannschaft, die charakterlich besser zusammenpasst und von der wir überzeugt sind, dass diese das Grundgerüst für die kommenden Jahre sein kann. Wir haben uns da Eintracht Stadtallendorf so ein bisschen als Vorbild genommen und wollen über kontinuierliche Arbeit Stück für Stück wachsen. Wenn man sich deren Mannschaft anschaut, dann spielen sieben oder acht der Stammspieler schon seit einigen Jahren dort", sagt der Sportliche Leiter, der der Meinung ist, "dass wir davon wegkommen müssen, dass wir auf Teufel komm raus aufsteigen müssen. Natürlich wollen wir auch in der kommenden Saison in der Hessenliga wieder oben mitspielen, aber es muss eben gesund wachsen. Wir wollen nichts über das Knie brechen", berichtet Hohmann.

Neuzugänge sollen zwar bevorzugt aus der Region kommen, allerdings werde es ohne externe Spieler nicht gehen. "Erfahrungsgemäß wollen Spieler aus der Region den bequemen Weg gehen und bleiben stattdessen bei ihrem Heimatverein. Dort haben sie keinen Druck und müssen sich auch nicht dem Konkurrenzkampf stellen. Das ist sehr schade, aber leider die Realität", hat Hohmann festgestellt. Gesucht werde nach wie vor ein Sechser, der das Spiel lenken kann und Wortführer auf dem Platz ist. "Nur eines steht fest: So einen Spieler werden wir auf dem osthessischen Markt nicht finden. Daher müssen wir weiter über die Grenzen hinausschauen", sagt Hohmann.

Dazu sollen nach wie vor junge, entwicklungsfähige Spieler herangeführt werden, die den Kader sinnvoll ergänzen. "Als bestes Beispiel dient ein Patrise Gjocaj, der mit seinen 19 Jahren schon mehr als 850 Minuten in dieser Saison absolviert hat. Natürlich hat er als junger Spieler vom Verletzungspech profitiert, aber darauf musst du in diesem Alter vielleicht auch spekulieren", so Hohmann, der für die kommende Spielzeit einige Youngster auf dem Zettel hat. "Ich denke da an Steven Rakk von Hessen Kassel oder an Tim Nöding und Luis Allmeroth aus Jena. Das sind drei Jungs, die ihre Wurzeln in Osthessen haben und zweifelsohne Potenzial mitbringen. Nur muss den Spielern bewusst sein, dass sie Geduld mitbringen müssen. Ein Andre Herr beispielsweise war jahrelang in der Jugend von Mainz 05, hat sein Glück aber weder in Lehnerz noch in Flieden gefunden. Die Umstellung zum Seniorenfußball ist ein Prozess, der gewisse Zeit in Anspruch nimmt", macht der 55-Jährige klar.

Autor: Max Lesser

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften