08.03.2018

Aus zwei, drei Jahren wurden zehn

KOL Mitte: Sebastian Schmidt erklärt weiteres Engagement bei der SG Lauter

Sebastian Schmidt ist von der SG Lauter nicht mehr wegzudenken. Foto: Max Lesser

Im Sommer wird Sebastian Schmidt in sein zehntes Jahr als Trainer der SG Lauter gehen. Wir haben uns mit dem 39-Jährigen über seine Motivation, neue Herausforderungen und das kommende Mammutprogramm des Mitte-Kreisoberligisten unterhalten.

In deine bereits zehnte Saison als Trainer der SG Lauter gehst du ab Sommer. Wessen Rekord möchtest du eigentlich brechen?

(lacht) Mein Ziel ist es sicher nicht, irgendwelche Rekorde einzustellen. Ich plane immer nur von Jahr zu Jahr. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Verein jedes Jahr mit dir verlängern will. Wir sind eigentlich immer im Umbruch, es brechen immer Leute weg. So entstehen für mich als Trainer ständig neue Herausforderungen. Das ist das, was mich motiviert.

In der heutigen Zeit wird teilweise schon nach zwei Jahren ein Trainerwechsel damit begründet, dass einer Mannschaft ein neues Gesicht gut tun würde. Du scheinst da ein gutes Gegenbeispiel zu sein ..

Als ich damals noch als Spielertrainer angefangen habe, dachte ich auch, dass ich nur zwei, drei Jahre hier arbeiten und danach einen Cut machen würde. Dass ich stattdessen jetzt in mein zehntes Jahr gehe, zeigt ja, dass es funktioniert. Ich muss mich als Trainer stetig weiterentwickeln, um auch die Mannschaft weiterentwickeln zu können. Die Leistungen, die wir in den vergangenen Jahren abgerufen haben, bestätigen das. Ich habe Spieler dabei, die schon seit zehn Jahren im Verein sind, manche trainiere ich jetzt im dritten oder vierten Jahr.

Am Wochenende startet ihr in die Restrunde, gerade einmal 13 von 19 Spielen habt ihr bislang absolviert. Wie sind deine Erwartungen für die nächsten Wochen und Monate?

Ich hoffe, dass wir bei diesem Mammutprogramm von Verletzungen verschont bleiben. Jeder Pferdekuss, den man sich am Freitag holen, kann schon ein Ausschlusskriterium für den Sonntag sein. Außerdem sollten die Spieler ihre Urlaubsplanung so legen, dass ich immer auf alle zurückgreifen kann. Wir haben bislang 20 Punkte aus 13 Spielen geholt, mit dem Schnitt können wir zufrieden sein. Aber wir brauchen auch noch ein paar Punkte, um sicher die Klasse zu halten. Vergangene Saison haben wir eine schwache Rückrunde gespielt und mussten so am Ende noch zittern, das wollen wir diesmal tunlichst vermeiden. Deshalb wollen wir gut aus der Winterpause kommen.

Am Freitag spielt ihr daheim in Wallenrod gegen den Zweiten Hünfeld II, ehe es Sonntag zu Schlusslicht Simmershausen geht.

Gegen Hünfeld sind wir Außenseiter. Die haben eine andere Zielsetzung, da haben wir weniger Druck. Gegen Simmershausen haben wir uns dagegen im Hinspiel sehr schwer getan, das ist keine schlechte Mannschaft, nur ihre Chancenverwertung war nicht gut. Das wird kein Selbstläufer, da muss die Einstellung stimmen.

Schlechte Nachrichten gab es im Winter vom ehemaligen Kapitän und Hinrunden-Torhüter Mike Tron, der seine Karriere beenden musste ...

Der Doktor hat ihm gesagt, dass sein Knie fast so aussieht wie das eines 80-Jährigen. Deshalb wird er gar nicht mehr spielen. Wir hoffen, dass uns im Tor nichts passiert, Jan-Henrik van der Moolen ist nach seiner Verletzung immerhin zurück. Es ist schade, dass Mikes Karriere so endet, aber immerhin wird er uns als Betreuer erhalten bleiben.

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