14.03.2018

Von Rot-Weiß Erfurt zurück zum FV Horas

David Peli schlägt ungewöhnlichen Weg ein

David Peli (hier noch im Trikot des JFV Viktoria Fulda) ist zurück in Osthessen. Foto: Charlie Rolff

Zurück zu den Wurzeln: Nach zweieinhalb Jahren im Nachwuchsleistungszentrum von Rot-Weiß Erfurt wechselt Mittelfeldspieler David Peli (18) zurück zu den A-Junioren des FV Horas.

Für den FVH kickte Peli bereits drei Jahre, ehe es ihn für zwei Spielzeiten zum JFV Viktoria Fulda ziehen sollte. Im Sommer 2015 folgte dann der Wechsel in die Jugend des Drittligisten. "Der Schritt ist mir nicht leicht gefallen, aber die Entscheidung reifte in den vergangenen Monaten in mir, dass ich wieder nach Hause möchte", verrät Peli, der bei den Thüringern in dieser Spielzeit den Spaß am Fußball verloren hatte und deshalb nicht mehr die Leistungen bringen konnte, zu denen er eigentlich in der Lage sei. "Dazu hatte ich mich von kleineren Verletzungen nicht gut erholt, kam nicht richtig in Tritt und plötzlich fand ich mich auf der Auswechselbank wieder. Das war eine ungewohnte Situation für mich", sagt der 18-Jährige.

Dabei begann die Saison für ihn fast schon nach Maß. Als jüngerer Jahrgang der A-Jugendlichen durfte er bereits bei den Profis hineinschnuppern und wurde in Testspielen gegen Bundesligist Hertha BSC sowie gegen Zweitligist VfL Bochum eingewechselt. "Als mein Name vom Stadionsprecher durchgesagt wurde und ich auf dem Feld plötzlich gegen Vedad Ibisevic oder Salomon Kalou gespielt habe, da habe ich Gänsehaut bekommen. Das waren schon ganz besondere Momente", erinnert sich Peli gerne.

Allzu viele positive Momente sollten in dieser Spielzeit aber nicht mehr folgen. "Es ist mir irgendwann einfach alles zu viel geworden. Fußball wurde zum Zwang, in der Schule lief es überhaupt nicht mehr. Also habe ich nach langen Überlegungen für mich einen Schlussstrich gezogen und gesagt: Fußball soll wieder Spaß machen. Mein Fokus liegt jetzt auf der schulischen Ausbildung, denn im Fußball kannst du nie eine Prognose abgeben, ob du es wirklich nach oben schaffst", stellt Peli nüchtern fest, der betont, dass er der verpassten Chance im bezahlten Fußball nicht hinterhertrauere. Vielmehr habe er tolle Erfahrungen gesammelt, aber gemerkt, dass er gerade im körperlichen Bereich zulegen müsse.

Nun gibt es den Neuanfang in der osthessischen Heimat. "Für mich war klar, dass ich nach Horas zurück möchte. Dort spielen meine ganzen Kumpels und ich glaube, dass ich dort am ehesten wieder mein Selbstvertrauen zurückfinden und den Spaß am Spiel wiederentdecken kann", sagt Peli. Dabei verzichtet der Youngster, der ab Sommer an der Eduard-Stieler-Schule sein Fachabitur erwerben möchte, auf eine Spielklasse. Denn anders als der JFV Viktoria Fulda spielt Horas Verbands- und keine Hessenliga. "Horas spielt um den Aufstieg und ich bin guter Dinge, dass uns dieser gelingen kann. Beim JFV ist die Ausgangssituation eine andere. Die Mannschaft kämpft um den Klassenerhalt, die Stimmung ist sehr angespannt. Da hatte ich in Horas einfach ein besseres Gefühl", sagt Peli.

Autor: Max Lesser

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