10.04.2018

Trotz Vertrag: Lohsse und Lesser gelassen

Gibt es eine interne Lösung?

Marco Lohsse (links) noch Henry Lesser haben beide Vertrag. Fotos: Charlie Rolff

Nicht nur die Vorstände des TSV Lehnerz und Borussia Fuldas sind sich einig wie nie, sondern auch die derzeitigen Trainer Marco Lohsse (Lehnerz) und Henry Lesser. Beide waren nicht auf der Pressekonferenz zur Bekanntgabe der SG Barockstadt Fulda Lehnerz zugegen, vertreten aber selbstverständlich eine Meinung zur Kräftebündlung in Osthessen.

Auf der Pressekonferenz wurde klargestellt, dass in Sachen sportlicher Verantwortung noch längst keine Entscheidungen gefallen sind. Gespräche wolle man erst anschieben, wenn das Votum der Lehnerzer Vereinsmitglieder positiv ausgefallen ist. Dann sicherlich auch mit Lohsse und Lesser, die beide Verträge über die Saison hinaus unterzeichnet haben.

Doch wirklich aufdrängen scheinen sich beide nicht zu wollen, verhalten sich vielmehr unaufgeregt staatsmännisch. "Als gute Entscheidung" tituliert Lohsse die Kräftebündlung, Lesser als "Riesenchance für die Region". Beide sind sich einig, dass ein Aushängeschild die Wahrscheinlichkeit für höherklassigen Fußball erhöhen kann. Und beide wollen auf die Frage der eigenen Tätigkeit im zukünftigen Konstrukt nicht genau auf den Grund gehen.

Lohsse sagt vielmehr, "dass wir als Mannschaft und daher auch ich als Trainer gerade ein hohes Ziel verfolgen und von diesem dürfen wir uns nicht abbringen lassen". Dass die neuen Tatsachen auch für Störgeräusche in der Kabine sorgen, sei klar, könne allerdings mit Blick auf die kommenden so wichtigen Spiele sicherlich ausgeblendet werden. Lohsse will mit Lehnerz Zweiter werden. Mindestens. Auch der 39-Jährige wird wissen, dass sportliche Erfolge das größte Pfund im Positionskampf darstellen.

Schwieriger gestaltet sich die sportliche Situation bei Borussia Fulda: Für das Team geht es faktisch von nun an um nichts mehr. Doch Lesser will trotzdem den Blick auf den Fußball richten und sagt, "dass die Mannschaft jetzt auch einfach mit dem nötigen Selbstvertrauen wieder Spaß entwickelt". Und dem 54-Jährigen wird auch nicht bange, weil er weiß, dass die Spieler zusätzlich um neue Verträge spielen. / jg

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