12.04.2018

Im "kleinen" Derby liegt der Druck bei Flieden

Hessenliga: Steinbach Samstag zu Gast am Weiher

Lukas Hohmann wird wieder das Tor hüten. Archivfoto: Charlie Rolff

Obwohl das 1:2 in Dreieich keine Punkte brachte, hat der SV Flieden aus dem Gastspiel beim Primus Selbstvertrauen für das „kleine“ Osthessen-Derby am Samstag (15 Uhr) gegen den SV Steinbach gezogen.

Ein wenig war Coach Meik Voll dafür belächelt worden, dass er ausgerechnet beim designierten Regionalligisten mit Cedric Trenkler, Jonas Lembach oder Keeper Florian Wess Spielern aus der zweiten Reihe das Vertrauen geschenkt hat. „Letztlich haben die Jungs die Sache aber klasse gelöst – und die Arrivierten haben gemerkt, dass ihr Stammplatz nicht zementiert ist“, betont Voll. Trenkler allerdings wird am Samstag wegen einer Sprunggelenksverletzung fehlen, das Tor der Buchonen wird wieder die etatmäßige Nummer eins, Lukas Hohmann, hüten.

Gegen den SVS wie auch in der Woche drauf beim FSC Lohfelden gilt Flieden als Favorit – und könnte den Ligaerhalt mit zwei Dreiern fix machen. „Der Druck liegt gerade gegen das abgeschlagene Schlusslicht Steinbach bei uns, das wissen wir. Aber ich denke, dass meine Jungs mit dem Druck gut umgehen können. Im Training am Montag und Dienstag war Feuer drin“, freut sich Voll, der auf den Einsatz seines Kapitäns Andreas Drews hofft. „Andi hat die Pause genutzt, um sich um sein lädiertes Knie zu kümmern; wir müssen allerdings den Belastungstest im Abschlusstraining abwarten. Trotz der hohen Bedeutung des Spiels stelle ich keinen Verletzten auf“, stellt der 42-Jährige unmissverständlich klar.

Unter der Woche indes ist das Geschehen in Flieden angesichts des geplantes Zusammenschlusses zwischen Borussia Fulda und dem TSV Lehnerz fast untergegangen, „uns reicht es aber, wenn die Leute bald über unseren Klassenerhalt reden, den uns wohl kaum einer zugetraut hat“, so Voll, der als frühere „Kampfsau“ der Fuldaer Borussen natürlich auch eine Meinung zur Kooperation mit Lokalrivale Lehnerz hat: „Als Mensch, der das Borussen-Wappen auf der Brust getragen hat, tut es mir schon weh. Als Soldat ist man da von Grund auf sensibel bei solchen Veränderungen. Allerdings glaube ich auch, dass die Chancen überwiegen. Die SG Barockstadt ist eine Riesengeschichte für alle Beteiligten. Regionalliga muss so drin sein. Wichtig ist, dass mit Martin Geisendörfer und Peter Enders zwei tief verwurzelte Menschen das Sagen haben, die sich nicht aus einer Laune heraus plötzlich Hals über Kopf verabschieden.“ / hall

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