18.04.2018

Dem SVS fehlt die Substanz

Hessenliga: Letzte Chance in Vellmar?

Marco Motzkus ist in dieser Saison oft zu bemitleiden. Foto: Kevin Kremer

Letzter Strohhalm OSC Vellmar? Der SV Steinbach gastiert am Mittwoch (19 Uhr) bei den Nordhessen und kann mit einem Sieg zumindest die theoretischen Chancen auf den Klassenerhalt wahren.

Denn aufgrund des freiwilligen Abstiegs des SC Borussia Fulda am Saisonende sowie der Tatsache, dass die hessischen Regionalligisten KSV Hessen Kassel, Eintracht Stadtallendorf und FSV Frankfurt noch alle Möglichkeiten haben, die vierte Liga zu halten, könnte den Steinbachern sogar der 15. Tabellenplatz zum Klassenerhalt genügen. Dort steht derzeit der OSC Vellmar mit einem Vorsprung von sieben Punkten, allerdings hat das Team von Trainer Mario Deppe eine Partie mehr als die Osthessen absolviert.

"Wir werden bis zum Schluss kämpfen", macht Keeper und Führungsspieler Marco Motzkus deutlich, der am Wochenende beim Spiel in Flieden (1:5) 60 Minuten lang einverstanden mit dem Auftritt seines Teams war. "Danach sind wir aber eingebrochen", hadert Motzkus. Warum, liegt auf der Hand. Der dünne Kader des SVS ist noch einmal kleiner geworden, mit David Fladung, eigentlicher Trainer der zweiten Mannschaft, feierte ein 30-Jähriger sein Hessenliga-Debüt - und das in der Startelf. Auf der Bank nahmen der angeschlagene Tom Wiegand, der zuvor kranke Marcel Ludwig sowie Reserve-Spieler Mirco Bott Platz.

Aufgrund der schwierigen Personalsituation fehle dem Team schlichtweg die Substanz, dazu kommt die englische Woche mit dem richtungsweisenden Spiel in Vellmar. "Die Anreise ist wieder alles andere als optimal. Um 19 Uhr ist Anpfiff, allerdings muss ich bis 17 Uhr arbeiten. Wenn ich gut durchkomme, bin ich um 18.15 Uhr in Vellmar. Das wird alles verdammt knapp", weiß Motzkus, der große Stücke auf den OSC hält. "Sie haben eine spielstarke Mannschaft, die meines Empfindens nicht in den Keller der Liga gehört."

Autor: Max Lesser

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