02.08.2018

„Wir sind aktuell nicht verbandsligatauglich“

Verbandsliga: Bärs Vorfreude vor erstem Derby gegen Johannesberg getrübt

Hat derzeit wenig Grund zur Freude: Alexander Bär.

Bis auf den SV Neuhof sind alle osthessischen Verbandsligisten am Wochenende zum zweiten Mal im Einsatz. In Neuhof kommt es zum ersten Osthessenderby.

SV Steinbach – SV Adler Weidenhausen (Freitag, 19.30 Uhr).

Steinbachs Trainer Petr Paliatka sieht Parallelen zwischen seinem Club und dem kommenden Gegner: „Weidenhausen spielt jedes Jahr oben mit, wie wir damals vor unserem Aufstieg. Das ist eine gute, gestandene Mannschaft, die weiß, wie der Fußball geht, gerade in der Offensive“, so Paliatka. Daher bedarf es einer Leistungssteigerung im Vergleich zum 1:1 gegen Kaufungen, insbesondere, was die erste Halbzeit anbelangt: „Da haben wir vieles vermissen lassen. Vielleicht waren Erwartungshaltung und Druck zu groß.“

SG Barockstadt II – 1. FC Schwalmstadt (Sonntag, 15 Uhr).

Mit einem 1:0-Sieg in Sand ist Barockstadt II äußerst vielversprechend in die Saison gestartet. „Es war nicht damit zu rechnen, dass wir dort gewinnen“, so Trainer Marco Lohsse, der mit Aykut Bayar, Julian Pecks, Alexander Reith und Jan-Niklas Jordan aber auch ordentlich Verstärkung aus dem Hessenliga-Aufgebot bekommen hatte. „Wie der Kader aber am Sonntag aussehen wird, dazu kann ich noch nichts sagen. Wichtig ist nur, dass alle, die spielen, auch ihre Leistung bringen.“ Bayar trainierte jedenfalls die Woche über in der Reserve mit und könnte so erneut zwischen den Pfosten stehen. Ansonsten kann Lohsse auf seine komplette Truppe zurückgreifen, insbesondere Ex-Schwälmer Jan-Henrik Wolf dürfte sich auf das Duell gegen den Ex-Club freuen: „Schwalmstadt arbeitet sehr geordnet gegen den Ball, das wird kein einfaches Spiel“, so Lohsse vor der ersten Partie in Lehnerz.

SV Neuhof – SG Johannesberg (Sonntag, 18 Uhr).

Vor dem ersten Saisonspiel – das Duell gegen Kassel aus der Vorwoche wurde verschoben – ist Neuhofs Trainer Alexander Bär nicht gerade bester Laune: „Wir sind definitiv nicht gerüstet für den Start. Aktuell sind wir nicht verbandsligatauglich. Unsere 13, 14 Spieler haben zwar das Niveau für die Liga, sind aber aufgrund von Verletzungen und Urlauben nicht fit“, ärgert sich Bär, der deshalb auch einen ähnlichen Auftakt wie in der Vorsaison befürchtet, als die ersten fünf Spiele allesamt verloren wurden. „Johannesberg hat dagegen einen Kader von 25 bis 27 Spielern. Wir sind da ganz klarer Außenseiter, hoffen aber, dass wir unsere Heimserie weiter fortführen können“, so Bär, dessen Truppe zuletzt vor fast einem Jahr daheim verloren hat.

So richtig gefunden hat sich Johannesberg nach dem großen Umbruch auch noch nicht, gerade die Suche nach dem Spieler im Kader, der die Sturmspitze geben soll, gestaltet sich schwierig. Der Auftakt bei Aufsteiger Sandershausen ging jedenfalls 0:2 verloren. „Natürlich waren wir enttäuscht, aber die Art und Weise, wie wir 70 Minuten in Unterzahl gespielt haben, gibt Grund zur Hoffnung“, spielt SGJ-Trainer Jochen Maikranz auf Paolo Mondos Rote Karte an. Gegen den SVN, der Johannesberg im Mai noch 2:0 besiegt und so die Teilnahme der SGJ an der Aufstiegrunde versaut hatte, erwartet Maikranz eine „knifflige Aufgabe“.

FC Britannia Eichenzell – CSC 03 Kassel (Sonntag, 18 Uhr).

„Bei der Niederlage gegen Willingen haben wir gemerkt, dass Kleinigkeiten in dieser Liga entscheiden. Wir haben zu viele Standards produziert, dass wir dadurch auch verlieren, ist sehr bitter. Positiv ist aber, dass wir die bessere Mannschaft mit den größeren Chancen waren“, so Eichenzells Trainer Heiko Rützel nach der 0:1-Auftaktniederlage. Gegner CSC Kassel war dagegen noch gar nicht im Einsatz: „Für uns ist es wichtig, dass wir schon ein Spiel hatten, die Mannschaft weiß, was gefordert ist. Wenn wie die Leistung bestätigen oder noch einen drauflegen können, bin ich optimistisch, dass wir die ersten Punkte einfahren können“, so Rützel.

Autor: Steffen Kollmann

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