03.08.2018

Endlich wieder ein Mühlengrund-Spiel

Verbandsliga: Michael Wiegand trifft golden per Kopf

Nikola Milenkovski (rechts) lieferte nach vorne hin ein vorzügliches Spiel ab – und setzt sich auch hier gegen Weidenhausens Thomas Hammer durch. Foto: Charlie Rolff

Lange roch es nach einem klassischen Fehlstart für den SV Steinbach, doch dann wurde es langsam düster im Mühlengrund und mit Blick auf das Heimtor drehte die Elf Petr Paliatkas tatsächlich noch einen 0:2-Rückstand gegen die hoch gehandelten Adler aus Weidenhausen.

Die letzten gut 20 Minuten zeigten genau das auf, was den SV Steinbach so stark macht: Mit jeder Menge Moral, Glaube und Leidenschaft wurde ein Spiel gedreht, das nach einer halben Stunde schon verloren schien. Die Aufholjagd leitete Nikola Milenkovski ein, der eine kluge Eingabe von Petr Kvaca herrlich mitnahm und mit aller Überzeugung in den Winkel nagelte (68.). Sofort waren die beinahe weggenickten Zuschauer wieder hellwach – und weil Kvaca selbst nach einer Ecke von Marcel Ludwig herrlich per Kopf traf kurz später auch vollkommen euphorisiert (73.).

Jetzt wollten beide Teams unbedingt den Sieg, allerdings war das Momentum auf Seiten des SVS, der die erste Chance in Person von Jan Ullrich noch vergab (77.), dann aber doch noch traf: Milenkovski trat den Freistoß von der Außenlinie scharf auf den langen Pfosten, wo der verwaiste Michael Wiegand per Kopf keine Mühe hatte (84.).

Team geht am Krückstock

Milenkovski hatte riesige Aktien an der Aufholjagd – auch weil er mit extrem breiter Brust aufgetreten war. „Der Verein mit Trainer Petr Paliatka pumpt gerade uns jungen Spielern richtig Selbstvertrauen rein, weil der Verein uns vertraut“, sagte Milenkovski, der mit Blick auf die kommenden Aufgaben allerdings nicht vergaß, dass die Mannschaft personell mittlerweile arg geschwächt ist. Kirche Ristevski, Tom Wiegand und Dominik Hanslik fehlten im Vergleich zur Vorwoche, dazu musste Fabian Koch bereits nach 25 Minuten vom Platz.

Da hatten die Adler ihre beste Phase, deckten im Zentrum des SVS schonungslos die großen Lücken auf. Sören Gonnermann traf auf Vorlage von Tim Ullrich, das 0:2 legte Bruder Tim Gonnermann nach, nachdem Mateo Duvnjak den Ball fahrlässig an Sören Gonnermann hergeschenkt hatte. Doch Steinbach kam zurück, lieferte ein schon zigfach im Mühlengrund gesehenes Spiel.

Die Statistik:

SV Steinbach: Beikirch – Gemming, Bott, Paliatka, Trabert – Milenkovski, M. Wiegand – Koch (27. Faust), Ludwig – Duvnjak (66. J. Ullrich), Kvaca.
SV Adler Weidenhausen: Klotzsch – Steinmetz, Hammer, Toro Moreno, Beng – T. Ullrich (79. J. Gonnermann), Löffler – Pfliegner, T. Gonnermann (72. Göbel), Renke (87. Pankow) – S. Gonnermann.
Schiedsrichter: Gahis Safi (Erlensee).
Zuschauer: 280.
Tore: 0:1 Sören Gonnermann (7.), 0:2 Tim Gonnermann (31.), 1:2 Nikola Milenkovski (68.), 2:2 Petr Kvaca (73.), 3:2 Michael Wiegand (84.).

Autor: Johannes Götze

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