19.09.2018

Gießener Waldstadion steht dank Marceta Kopf

Hessenpokal: 3:0-Sieg nach Verlängerung gegen Stadtallendorf

Der FC Gießen hat vor einer Rekordkulisse das Viertelfinale des Hessenpokals erreicht. Foto: Pedro Acebes

Der Hype um den FC Gießen geht unvermindert weiter. Vor der Rekordkulisse von 4125 Zuschauern warf der Hessenliga-Primus den benachbarten Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf im Achtelfinale aus dem Hessenpokal. Nach dem 3:0-Sieg nach Verlängerung stand das prallgefüllte altehrwürdige Waldstadion Kopf.

Die Mitte der zweiten Halbzeit vom Stadionsprecher offiziell verkündete Zuschauerzahl übertraf letztlich alle im Vorfeld getroffenen Erwartungen. Kurz vor dem geplanten Anpfiff um 19 Uhr standen noch mehrere Hundert Fußball-Anhänger vor den Stadiontoren, sodass der Spielbeginn um eine Viertelstunde nach hinten verschoben wurde. Eine mobile Flutlichtanlage mit sechs Stahlträgern sorgte für ausreichende Lichtversorgung in diesem mittelhessischen Pokalfight. In der ausgeglichenen und chancenarmen ersten Hälfte war das Spiel lange zerfahren, der Regionalligist erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten nach Distanzschüssen. Auf der Gegenseite verpasste FCG-Stürmer Markus Müller zweimal haarscharf eine Hereingabe.

Leistungsgerecht ging es torlos in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel hatte Stadtallendorf seine beste Phase, konnte aber sehr gute Konterchancen von Marcel Schott und Erdinc Solak nicht verwerten. "3:0 hört sich brutal an", sollte TSV-Trainer Dragan Sicaja hinterher auf der Pressekonferenz sagen. Auch weil sein Team in dieser Phase die Angriffe nicht erfolgreich ausgespielt habe. "Im Fußball geht es nur um Tore und wenn man die Tore nicht schiesst, dann kann man nicht als Sieger vom Platz gehen", lautete Sicajas Grundanalyse. Auf Gießener Seite wechselte sein Kollege Daniyel Cimen mit Damjan Marceta und Barbaros Koyuncu den Sieg ein, der erst in der Verlängerung - dann sogar deutlich - unter Dach und Fach gebracht wurde.

Sicaja: "Diese Niederlage müssen wir akzeptieren"

Nach dem Abnutzungskampf in den ersten 90 Minuten gab es noch einen Nachschlag von 30 Zeigerumdrehungen, in denen Marceta mit seinem Doppelschlag zum Matchwinner wurde. Mit zwei Kopfballtreffern binnen zwei Minuten brachte der Serbe das Waldstadion zum Beben und legte den Grundstein für das Viertelfinale (100., 101.). In der 115. Minute legte Koyuncu noch das 3:0 nach und durch einen Lattenkracher der Gießener hätte das Resultat auch noch höher ausfallen können, aber das wäre nun wirklich zu viel des Guten gewesen. "Diese Niederlage müssen wir akzeptieren, aber wir waren nicht schlechter, sondern einen Tick besser", resümierte Sicaja.

Cimen war natürlich hochzufrieden mit dem Pokaltriumph, schränkte aber gewohnt sachlich ein: "In der ersten Hälfte war es ein relativ ausgeglichenes Spiel. Nach dem Seitenwechsel waren wir 20 Minuten gar nicht gut im Spiel. Ehrlicherweise hatten wir viel Glück, dass Stadtallendorf seine drei guten Chancen nicht genutzt hat. Mit dem zweiten Stürmer Marceta bekamen wir mehr Stabilität. Das Ergebnis spiegelt nicht so den Spielverlauf wider, aber wir waren extrem effektiv und das ist eine große Stärke unserer Mannschaft. Wir haben uns sehr gut in das Spiel reingekämpft und das haben wir sehr gut gemacht."

Die Statistik:

FC Gießen: Jäckel - Nennhuber, Antonaci, Koutny, Lekaj - Hofmann, Fink - Mukasa (69. Marceta), Cecen (56. Koyuncu), C.Kara (106. Spang) - Müller.
Eintracht Stadtallendorf: Vincek - Vidakovics, Gaudermann, Sawaneh - Baltic - Appel Prestes da Silva (56. Nolte), Vogt (102. Heuser), Schütze, Zildzovic - Celik (71. Solak), Schott.
Schiedsrichter: Cristian Ballweg (Zwingenberg).
Zuschauer: 4125.
Tore: 1:0, 2:0 Damjan Marceta (100., 101.), 3:0 Barbaros Koyuncu (115.).

Autor: Pedro Acebes

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