28.09.2018

Saradj fordert weiterhin 110 Prozent

B-Liga Fulda/Rhön: TSV Langenbieber hat sich in der Spitzengruppe etabliert

Eric Zengerle (links) und der TSV Langenbieber haben belegen momentan den dritten Rang in der B-Liga Fulda/Rhön. Foto: Charlie Rolff

Drei Jahre ist es her, dass der TSV Langenbieber die Saison auf dem dritten Rang beendete und damit zumindest schon einmal ans Tor zur A-Liga anklopfen durfte. Nach knapp einem Drittel der aktuellen Saison steht die Truppe von Coach Cyrus Saradj erneut auf diesem dritten Tabellenplatz mit der Möglichkeit, über Nachholspiele ganz vorne heranzurücken. Der 48-jährige Übungsleiter kennt die Gründe für den jüngsten Erfolg seiner Jungs, weiß aber auch, dass es zum Aufstieg auch das nötige Quäntchen Glück braucht.

Wie lautet dein Fazit nach dem ersten Saisondrittel?

Wir können sehr zufrieden sein. Im Moment läuft es wirklich ganz gut. Mit sieben Siegen bei lediglich einer unglücklichen Niederlage und einem Unentschieden stehen wir aktuell sehr gut da.

Was sind die Gründe für den derzeitigen Höhenflug?

Es ist ja nicht so, dass es in der Vergangenheit bei uns nicht gut gelaufen wäre. Auch da haben wir Erfolg gehabt. Natürlich ist das jetzt aber etwas Besonderes. Eine Hauptursache liegt darin, dass unser Kader im Vergleich zu früher nun breiter aufgestellt ist. Wir haben zwei richtige Verstärkungen hinzubekommen. Mit Pascal Eich und Marvin Wess hat unser Kader deutlich an Qualität gewonnen und unsere Personaldecke ist wieder ein bisschen dicker geworden. Außerdem sind noch zwei Jugendspieler nachgerückt, die uns wirklich weiterhelfen. Leider hat sich Marvin während eines Zweikampfs gegen Elters unglücklich den Mittelfuß gebrochen, sodass er bis nächstes Jahr ausfallen wird. Aber wir haben auch unser Spiel weiter verfeinert und ich bin der Meinung, dass wir auch für B-Liga-Verhältnisse einen durchaus attraktiven Fußball spielen.

Wie hast du die Niederlage gegen Künzell und das Unentschieden gegen Elters erlebt?

Gegen Künzell ging die erste Hälfte klar an den Gegner. Hier haben sie uns den Schneid abgekauft, aggressiv gespielt und ein gutes Pressing gestellt. Wir dagegen waren zu harmlos, vor allem auch im Sturm. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Im Grunde war das ein gelutschter Tag, die Künzeller haben das aber auch clever gespielt und absolut verdient gewonnen. Gegen Elters hatten wir in Bezug auf das Chancenverhältnis ein klares Plus. Aber die hatten auch ihren Lattentreffer, sodass das 0:0-Remis am Ende leistungsgerecht war. Vor allem aber war das ein richtig gutes Fußballspiel.

Was macht deine Mannschaft in dieser Saison besser?

Wir sind vor allem in der Offensive richtig gut aufgestellt. Früher hat sich alles auf Florian Mihm konzentriert. Jetzt spielen wir variabler und sind nicht mehr so leicht auszurechnen. Wir können mit zwei Spitzen auflaufen oder auch nur mit einem Stürmer agieren. Die Abläufe und Mechanismen greifen jetzt besser. Die Jungs haben mittlerweile gelernt, was ich von ihnen möchte.

Und was fehlt noch?

Auf jeden Fall das nötige Glück. Gerade unsere Schlüsselspieler müssen von Verletzungen verschont bleiben. Dann bin ich guter Hoffnung, dass wir ganz vorne eine Rolle mitspielen können. Dennoch bleiben Dipperz/Dirlos und Künzell meine Topfavoriten. Die können am Ende immer nochmal nachlegen und auf ihre anderen Seniorenmannschaften personell zurückgreifen. Diese Möglichkeiten habe ich nicht.

Am Sonntag geht es zum vermeintlich leichten Spiel nach Rönshausen…

Es gibt auch in der B-Liga keine leichten Spiele. Wir müssen immer hundert, am besten 110 Prozent geben. Da spielt es keine Rolle, dass wir aktuell Dritter und die Drittletzter sind. Sonst geht das in die Hose. In Rönshausen haben wir einen kleinen Platz und wir haben schon die Erfahrung gemacht, wie schwer es da werden kann. / maz

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