04.10.2018

Suche nach Spitzenteam hält an

Verbandsliga Nord: Enge Tabelle verspricht Spannung

Barockstadt II (rechts Kevin Hohmann) steht trotz drei sieglosen Spielen in Folge immer noch oben, Moritz Müller und Eichenzell müssen trotz des jüngsten Sieges weiter punkten. Foto: Charlie Rolff

Ein richtiges Topteam gibt es in der Verbandsliga Nord aktuell nicht: So hat die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II weiterhin die Tabellenführung inne, obwohl aus den vergangenen drei Spielen nur ein Punkt eingefahren wurde. Die enge Tabelle verspricht aber auf jeden Fall eine Menge Spannung.

SV Steinbach – 1. FC Schwalmstadt (Samstag, 15 Uhr).

Trotz drei Niederlagen in Serie möchte sich Steinbachs Spielertrainer Petr Paliatka überhaupt nicht der Schwarzmalerei hingeben. Denn: „Unsere Leistung in Eschwege hat mich trotz der 1:2-Niederlage positiv gestimmt. Da war wieder mehr Kampf und Spiellust zu sehen, als das noch gegen Johannesberg der Fall war.“ Mit der Einstellung, die man an der Torwiese an den Tag gelegt habe, dürfe man gegen Schwalmstadt wieder auf Zählbares hoffen. Die Personallage im Mühlengrund bleibt allerdings angespannt, in Eschwege waren zwar vier Spieler auf der Bank, von denen aber nur Marcel Ludwig zu einhundert Prozent einsatzfähig war. „Wir dürfen da nicht viel ins Risiko gehen, sonst erleiden die Spieler Folgeverletzungen“, warnt Paliatka. Bei der Spielgemeinschaft aus Ziegenhain und Treysa um ihren frisch vermählten Trainer Atilla Güven wechselten sich Sieg und Niederlage zuletzt ab, den Schwälmern droht – wie schon in der Vorsaison – Abstiegskampf bis zur letzten Minute der Saison.

SV Neuhof – SSV Sand (Sonntag, 15 Uhr).

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte der SV Neuhof gegen Sand die höchste Heimpleite (1:8) seit Jahrzehnten kassiert, davor auf der Sander Höhe 0:7 verloren. Angst vor einem erneuten Debakel hat Trainer Alexander Bär jedoch nicht. Dafür sei sein Team trotz der zuletzt dünnen Auftritte gegen Eintracht Baunatal und Willingen zu stabil. „Fakt ist trotzdem, dass wir uns ganz schön steigern müssen, wenn wir unser anschließendes Oktobferfest mit Punkten im Gepäck feiern möchten“, fordert Bär und hofft, „dass wir uns gegen eine spielstarke Mannschaft wie Sand wieder etwas leichter tun.“ Fragezeichen stehen noch hinter Nikolcho Gorgiev (Fußprobleme), Damien Dudala (Zerrung) und Bartosz Stachelski (Schulterverletzung), Keeper Dogus Albayrak weilt noch in den Flitterwochen.

SV Kaufungen – SG Barockstadt II (Sonntag, 15 Uhr).

„Wir müssen verdammt aufpassen: Kaufungen ist zwar Vorletzter, aber aus meiner Sicht viel stärker, als das die Tabelle aussagt. Vor allem zu Hause ist dieser Gegner ungemein gefährlich“, warnt Barockstadt-Trainer Marco Lohsse seine Elf, die nach nur einem Punkt aus drei Spielen endlich wieder gewinnen will. „Wenn wir an die Leistung vom Mittwoch gegen Vellmar anknüpfen können, dann müsste das auch klappen“, so Lohsse, der allerdings auf seinen Stürmer Branimir Velic (Zerrung) verzichten muss.

CSC 03 Kassel – SG Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr).

Drei Siege in Serie gab es zuletzt für die SG Johannesberg. Die Richtung stimmt als wieder, der schwache Saisonauftakt soll mit weiteren Siegen vergessen gemacht werden. „Wir haben als Mannschaft zusammengefunden“, weiß Jochen Maikranz. Der Johannesberger Trainer erinnert sich nur ungern an die vergangene Saison zurück, als die SGJ in Kassel sechs Gegentore kassierte: „Aus den damaligen Geschehnissen müssen wir lernen und die Fehler nicht wiederholen. Kassel kann an einem guten Tag jeden Gegner überrollen. Sie haben extrem viel Erfahrung.“ Auch das Thema Regeneration spielt eine große Rolle, waren die Johannesberger am Mittwoch noch gefordert, während der CSC 03 die Beine hochlegen konnte. „Es ist eine intensive Woche für uns. Die Euphorie und den Spirit, den wir nun entwickelt haben, müssen wir mitnehmen“, meint der 47-Jährige. Benjamin Mwanza kehrt in den Kader zurück. Fraglich sind dagegen Friedrich Walt mit Oberschenkelproblemen, Swen Wiesner mit Rückenproblemen und Patrise Gjocaj, der am Mittwoch eine Prellung erlitten hat.

FC Eichenzell – TSG Sandershausen (Sonntag, 15.30 Uhr).

Das jüngste 3:0 bei_Schwalmstadt war Balsam auf die geschundene Britannen-Seele, auf dem Erfolg möchten Heiko Rützel und sein Team nun aufbauen. Der Coach hofft, „dass uns der Erfolg einen_Schub gibt verleiht.“ Sandershausen sei vor dem Duell der Neulinge „ganz stark“ in die Saison gekommen, „wir richten uns auf einen sehr robusten Gegner ein.“ Der Trainer der Eichenzeller hofft auf eine gute Kulisse, schließlich feiert die Britannia ihren „Blau-Weißen Tag“. Abdullah Özsuvaci ist nach einem Pressschlag aus dem letzten Spiel wegen Innenbandproblemen fraglich. / hall, kr, tok

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