05.10.2018

Schirmers Heimspiel in der Fremde

Gruppenliga: Schlager in Hosenfeld

Elters' Spielertrainer Daniel Schirmer (rechts) macht vor seinem "Heimspiel" auf Understatement. Foto: Charlie Rolff

Tabellenplatz sechs, zehn Punkte Rückstand nach ganz oben: Wirklich zufrieden ist man im Lager der Spvgg. Hosenfeld mit dem Zwischenstand in der Gruppenliga nicht. Am morgigen Samstag gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach muss Hosenfeld gewinnen, sonst droht eine Saison im Mittelmaß.

Spvgg. Hosenfeld – SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (Samstag, 16 Uhr):

Für Daniel Schirmer wird es ein besonderes Spiel, schließlich wohnt der Trainer der Rhöner Spielgemeinschaft seit Jahren in Hosenfeld. „Sie werden vor allem gegen mich spielen und gewinnen wollen“, glaubt Schirmer, muss der Sportvereinigung allerdings die Illusion rauben, ihn am Spielfeld besiegen zu können. Schirmer hatte sich am Dienstag eine Eiterblase an der Fußsohle zugezogen, die er am Mittwoch operativ entfernen ließ. Zwei bis drei Wochen ist er nun außer Gefecht. In Hosenfeld erwartet er einen stinkigen Gegner: „Sie werden nach der Niederlage gegen Schlüchtern auf Wiedergutmachung aus sein, darauf müssen wir uns gefasst machen. Aber insgesamt ist bei uns alles in Ordnung, wir haben wenig Druck, holen unsere Punkte nach wie vor gegen den Abstieg.“ Glauben mag man es ihm mit Blick auf die Tabelle nicht, und dennoch sagt Schirmer: „Im Vorjahr hatte Großenlüder nach der Vorrunde 28 Punkte und konnte sich erst am letzten Spieltag retten. Es kann viel passieren.“

RSV Petersberg – SG Bronnzell (Sonntag, 15 Uhr):

Wer hätte vor der Saison gedacht, dass diese Spiel ein echter Krisengipfel und das Duell 13. gegen 11. wird. Den personell gebeutelten Bronnzellern fehlt in dieser Runde auch das Glück. Bereits fünf Spiele hat man mit einem Tor Unterschied verloren. Bei Petersberg fällt auf, dass die Mannschaft erst vier Tore nach dem Wechsel geschossen, dafür in diesem Zeitraum aber gleich 17 Treffer kassiert hat. Am heimischen Waidesgrund gingen für den RSV vier von bisher sechs Heimspielen verloren.

SG Ehrenberg – SV Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr):

Ein Pflichtsieg wird fast schon erwartet, wenn die SG Ehrenberg den SV Großenlüder empfängt. „Jedes Spiel muss erst gespielt werden“, weiß aber Ehrenbergs Trainer Robert Schorstein. „In der aktuellen Form wollen wir aber natürlich die drei Punkte in Wüstensachen behalten und weiterhin oben dran bleiben.“ Wenn möglich, will der 30-Jährige die englische Woche mit dem dritten Zu-null-Spiel krönen. „Großenlüder hat gute Einzelspieler in seinen Reihen“, meint Schorstein und kennt die Qualitäten eines Fabian Lehmann, Sascha Hasenauer oder Moritz Reith.

TSV Rothemann – SG Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr):

27 Punkte trennen das Schlusslicht und den Tabellenführer in der Tabelle. Selten war die Favoritenrolle derart eindeutig, wie vor diesem Spiel. Vielleicht die Chance für Rothemann, dass sich in den letzten beiden Spielen stark verbessert zeigte.

FSV Thalau – FT Fulda (Sonntag, 15 Uhr):

Nach dem 4:1 gegen Oberzell/Züntersbach kommt FT Fulda mit breiter Brust in den Wittiggrund. „Das macht die Situation für uns ein Stück weit leichter“, gibt Trainer Romeo Andrijasevic zu, der dennoch weiß, „dass Thalau qualitativ auch weiterhin super besetzt ist. Klar stapelt deren Trainer Jörg Meinhardt tief und spricht von all den Spielern, die aktuell nicht spielen können. Aber man muss sich nur Leute wie Sebastian Kress, Munir Tekleyes, Christoph Bohl, Thomas Weichlein oder Robin Sorg ansehen, dann weiß man, dass weiterhin eine enorme Qualität im Thalauer Team steckt. Umsonst hat man ja Elters nicht geschlagen.“

SG Schlitzerland – SG Festspielstadt (Sonntag, 15 Uhr):

„Ich erwarte ein ähnliches Spiel wie gegen Kerzell“, sagt Schlitzerlands Trainer Simon Grosch, der allerdings auch eine klare Leistungssteigerung seiner Mannschaft sehen möchte. In Schlitz möchte die SGS auf ihre Heimstärke bauen, schließlich wurden 13 von 15 Punkten vor heimischer Kulisse geholt. Personell sieht es aber weiterhin nicht gut aus im Schlitzerland. „Wir gehen am Krückstock, werden aber auch diesmal wieder elf Spieler zusammenbekommen“, betont Grosch, der eine hohe Meinung vom kommenden Gegner hat: „Sie machen zwar eine kleine Durststrecke durch, ihr Kader ist aber sehr gut besetzt.“

TSV Künzell – SG Schlüchtern/Elm (Sonntag, 15 Uhr):

13 von 15 möglichen Punkten holte Künzell zuletzt, der TSV scheint sich nach seinem Stolperstart gefangen zu haben: „Unsere junge Truppe hat jetzt nochmal einen Entwicklungsschritt gemacht“, sagt Mittelfeldstratege Alexander Scholz. Der Ex-Lehnerzer hofft, dass sein Team gegen den Dritten Schlüchtern/Elm dieselbe Mentalität wie in Bronnzell an den Tag legt, schließlich wurde dort in der Nachspielzeit ein 0:1 noch in ein 2:1 gedreht. „Schlüchtern ist so eine Überraschungstruppe, die sicher nicht zu Unrecht da oben steht. Letzte Saison haben wir daheim gegen sie ordentlich auf die Mütze bekommen“, erinnert sich Scholz nur ungern an die 1:4-Pleite im Mai zurück.

SG Oberzell/Züntersbach – SG Kerzell (Sonntag, 15 Uhr):

Nach drei Niederlagen in Serie mit insgesamt 15 Gegentoren ist der Neuling aus Oberzell und Züntersbach weit abgerutscht. Doch das hat Gründe: „Wenn dir in einem kleinen Verein, wie wir das sind, so viele Spieler auf einen Schlag ausfallen, dann kannst du das nicht ersetzen. Zumal viele Leistungsträger unter den Ausfällen sind“, erklärt Trainer Frank Kühlthau, der vielleicht ein bisschen durchatmen kann, was die Knieverletzung von Julian Ankert betrifft. „Anscheinend ist das Kreuzband nicht betroffen, sondern die Außenbänder. Aber auch das bedeutet eine längere Pause.“ Ersetzen tut Oberzell/Züntersbach die Löcher im Kader durch Spieler aus der Reserve. „Die Jungs machen das auch gut, hängen sich voll rein und geben alles. Aber die Kerle haben ja kaum Erfahrung in der A-Liga gesammelt, sondern weitgehend sogar nur in der B-Liga. Da fehlt bei allem Wille und Engagement natürlich ein Ticken Qualität.“ / tok, kol, kr

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