12.10.2018

Wer holt sich Winterspeck, wer muss zittern?

Gruppenliga: Kerzell, Großenlüder und Bronnzell brauchen Punkte

Die Lage für Bronnzell und Coach Stefan Dresel ist kritisch. Nun wartet auch noch Topteam Ehrenberg. Foto: Charlie Rolff

Fünf reguläre Spieltage sind in der Gruppenliga für das Jahr 2018 noch angesetzt. In den kommenden Wochen wird sich also entscheiden, wer mit viel Winterspeck in die Pause gehen kann und ob vielleicht der ein oder andere dabei ist, der bereits für eine Liga tiefer mit den Planungen beginnen kann.

SG Bad Soden – Spvgg. Hosenfeld (Samstag, 14.30 Uhr).

„Das, was wir in Rothemann in der ersten Halbzeit nach vorne gespielt haben, war schon klasse. Ein dickes Kompliment an meine Offensivabteilung, die wirklich fast jede Chance zu einem Tor gemacht hat“, schaut Sodens Trainer Anton Römmich auf das Spiel vom letzten Sonntag zurück, das nach 53 Minuten beim Stand von 7:0 für Soden abgebrochen wurde. „Schade: So leid es mit um den verletzten Rothemanner Spieler tut, aber wir hätten das Match gerne zu Ende gespielt.“ Mit Hosenfeld erwarten die Sodener das Team, das Römmich vor der Runde ganz weit oben auf der Liste hatte: „Eigentlich dachte ich, dass die ganz vorne mitspielen, aber leider fehlt ihnen in den letzten Wochen die Konstanz. Das ist schon ein bisschen enttäuschend“, findet der Coach, der aber warnt: „Wir haben Hosenfeld beobachtet, kennen die Stärken und Schwächen. Trotzdem will ich mich gar nicht so lange mit dem Gegner beschäftigen, denn wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren.“ Die achtwöchige Sperre von Christian Pospischil läuft aus.

SG Festspielstadt – SG Oberzell/Züntersbach (Samstag, 15.30 Uhr).

Mit dem jüngsten 4:1 gegen Kerzell hat sich Oberzell/Züntersbach den Frust der vorangegangenen Spiele von der Seele geschossen. „Spielerisch habe ich meine Mannschaft in dieser Runde schon besser gesehen“, war Trainer Frank Kühlthau zwar mit dem Resultat, nicht jedoch zur Gänze mit der Leistung zufrieden. Woran der Coach freilich auch nicht die Spur eines Zweifels ließ, war die überragende Leistung von Valentin Ankert, dem jüngsten Spross des Ankert-Trios: „Das war toll, was er vor allem in der ersten Halbzeit geleistet hat.“ Der 20-Jährige erzielte mit dem 1:0 sein drittes Saisontor. 20 von 28 Treffern gehen mittlerweile bereits auf das Konto der drei Ankerts.

SV Großenlüder – SG Schlitzerland (Samstag, 16 Uhr).

„Ein Spiel mit echtem Derbycharakter und dazu noch Oktoberfest – das könnte ein prickelndes Ding werden“, sagt Großenlüders Trainer Frank Atzler, der ob der Verletzungen zahlreicher erfahrener Leistungsträger die Messlatte nicht zu hoch ansetzt. „Wir wollen in kleinen Schritten weiter vorwärts gehen. Den meisten Respekt habe ich vor den sehr guten Schlitzerländer Kontern, aber auch vor deren Stärken bei den Standards. Wenn da ein David Wahl mit nach vorne geht, dann hast du ordentlich was zu verteidigen“, so Atzler.

SG Kerzell – FSV Thalau (Sonntag, 11 Uhr).

Torwart Dennis Hohmann und Dirk Kress stehen der Helvetia wieder zur Verfügung. Doch nicht nur deshalb rechnen sich die Kerzeller gegen die favorisierten Thalauer etwas aus. Vor zwei Jahren holte man beispielsweise alle sechs Punkte gegen das Team aus dem Wittiggrund. „Dass Arpad Palfi und Florian Storch noch gesperrt sind, das ist für uns sicher kein Nachteil. Trotzdem ist Thalau auch so noch enorm stark besetzt. Um hier zu bestehen, müssen alle eine Topleistung bringen und vor allem nach hinten wieder sicher stehen“, fordert Jäger. Die Partie wurde kurzfristig noch vorgezogen und findet nun zur „Lunchtime“ statt.

SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – TSV Künzell (Sonntag, 15 Uhr).

In Schwarzbach feiert man Oktoberfest. Samuel Neubauer und Marcel Zehner, die sich beide in Hosenfeld beim 0:0 verletzt haben, können sich das Spiel in aller Ruhe von draußen anschauen. Dafür steht Torwart Julius Conrad nach überstandener Verletzung wohl wieder im Kasten. Gerade rechtzeitig, denn Vertreter Lukas Hartung ist wieder mit der Bundeswehr unterwegs. „Wir haben in Hosenfeld zuletzt eine mehr als ordentliche Leistung abgerufen. Daran müssen wir anknüpfen, dann können wir auch gegen Künzell bestehen“, so der Rhöner Coach Daniel Schirmer. Allerdings kommt der TSV mit breiter Brust in die Rhön: Zuletzt gewann Künzell drei Spiele in Serie bei 9:1 Toren, ist seit nunmehr sechs Spieltagen ungeschlagen (fünf Siege, ein Remis).

SG Bronnzell – SG Ehrenberg (Sonntag, 15 Uhr).

Normalerweise müsste den Bronnzellern schon angst und bange werden, wenn sie nur den Namen SG Ehrenberg hören. In den vergangenen Jahren brannte die Rhöner in der Heppeau immer mal wieder ein Feuerwerk ab. Vor vier Jahren gewann Ehrenberg hier 8:0, letzte Saison 9:3. Dazwischen gab es mal ein 1:1 und einen „knappen“ 3:0-Sieg der Ehrenberger. Aber auch ob der momentanen personellen Situation ist die Favoritenrolle klar verteilt, zumal Ehrenberg nach dem enttäuschenden 2:2 gegen Großenlüder „angestochen“ anreist.

SG Schlüchtern/Elm – RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr).

Fünfmal hat Petersberg in dieser Saison gewonnen und immer stand genau in diesen Spielen die Null. Der Tabellenvierte aus Schlüchtern hat seit Mai diesen Jahres zu Hause an der Auwiese erst ein einziges Mal verloren (0:5 gegen Ehrenberg).

FT Fulda – TSV Rothemann (Sonntag, 15.30 Uhr).

„Für uns wird das ein ganz ungewohntes Spiel werden, denn es kommt nicht oft vor, dass wir in der Gruppenliga in der Favoritenrolle sind“, weiß FT-Coach Romeo Andrijasevic, dem die Wichtigkeit eines Sieges bewusst ist. „Wenn wir unsere Situation weiter verbessern wollen, dann müssen die drei Punkte bei uns bleiben.“ Im Kreispokal hat man sich diese Saison bereits getroffen vom Ergebnis her war es beim 2:1 eine enge Kiste. „Allerdings hat Rothemanns Torwart Tim Kleemann da alles geholt, was irgendwie zu holen war.“ / kr

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