11.10.2018

Olivier Djappa zurückgetreten

A-Liga Fulda: Trainingsbeteiligung als ausschlaggebender Grund

Der SV Aschenberg United und Olivier Djappa gehen getrennte Wege. Foto: Charlie Rolff

Olivier Djappa ist nicht länger Trainer des Fuldaer A-Ligisten Aschenberg United. Wie der Verein in einer Pressemitteilung verlauten lässt, hat Djappa die Zusammenarbeit beendet.

Mit großem Engagement und Herzblut für den noch jungen Fuldaer Fußballverein Aschenberg United war Djappa als Trainer mit dem Verein aus dem Stadtteil Aschenberg in die Saison gestartet. Nach drei Monaten jedoch die Ernüchterung: Viele Unruhen auf und neben dem Plat, sowie eine immer schlechter werdende Trainingsbeteiligung machten es immer schwieriger, an die erste Mannschaft heran zu kommen. Diesen Beteiligungsrückgang zu durchbrechen, sah sich Djappa nicht mehr in der Lage. Aus diesem Grund legt er sein Amt als Trainer der ersten Mannschaft nieder. Sein Vorgänger,, United-Geschäftsführer Nezam Demir, wird das Team nun bis auf weiteres erst einmal wieder trainieren.Der Verein steht vor der großen Herausforderung, den erfolgreichen Start in Fuldas Fußballlandschaft weiterzugehen.

Die Entwicklung wird in der nächsten Zeit von Seiten des Vorstands erst einmal genau analysiert werden müssen, um anschließend die nötigen Konsequenzen zu ziehen. „Vielleicht braucht es bei uns mehr einen Sozialarbeiter als einen Fußballtrainer“, so Erwin Rundt aus dem Vorstand. „Vielleicht haben wir uns von dem Erfolg blenden lassen. Es ist schon immer ein enormer Aufwand, welchen wir betreiben müssen, um überhaupt einen adäquaten Trainings- und Spielbetrieb zu gewährleisten. Immerhin sprechen wir hier von 19 unterschiedlichen Nationalitäten, in einem Kader von knapp 70 Menschen. Dabei allen Interessen gerecht zu werden, ist eine Mammutaufgabe“, berichtet Vitali Jabs.

Der Vorstand bedauert diese Entwicklung zutiefst, ist aber umso motivierter an einer neuen Lösung zu arbeiten. Hierzu müssen allerdings die infrastrukturellen Bedingungen verbessert werden: Ein geeignetes Fußballfeld für den Spielbetrieb, Möglichkeiten zum Umziehen, Duschen und Platz für Trainingsequipment müssen geschaffen werden. Rundt dazu: „Es ist einfach super schwer, Woche für Woche Equipment vom Aschenberg nach Haimbach zu bringen. Dazu fehlt uns auch der Ort, an dem ein Austausch stattfinden, Probleme besprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht werden kann. So etwas wie ein Vereinsheim haben wir leider nicht.“ Der Vorstand möchte sich noch einmal für das soziale Engagement bei Olivier Djappa bedanken und wünscht ihm für seine sportliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

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