29.12.2018

Drama, Bierduschen und am Ende der HSV

Stimmungsgeladenes Event in Bad Hersfelder Geistalhalle

Der Hünfelder SV sicherte sich den Titel beim HZ-Cup. Foto: Tobias Konrad

Der Hünfelder SV hat sich den Titel beim HZ-Cup 2018 in der Bad Hersfelder Geistalhalle gesichert. Mit einem 6:3-Sieg im Endspiel gegen Verbandsligist Adler Weidenhausen folgte der Hessenligist somit auf Vorjahressieger SVA Bad Hersfeld.

"Wir haben das ganz gut gespielt. Das Drumherum hat gepasst, die Stimmung war super und auch allen Spielern hat es denke ich Spaß gemacht. Die Bande um das Feld macht doch nochmal attraktiver und schneller, zumal die Spiele auch alle fair waren", wusste Mario Rohde. Der Abteilungsleiter des HSV schnürrte sogar selbst nochmal die Schuhe und blieb damit nicht der einzige Verantwortliche, denn auch Ernest Veapi (Trainer der SG Aulatal) oder Maikel Buchenau (Trainer Adler Weidenhausen) ließen es sich nicht nehmen und präsentierten sich nochmals auf der Platte. "Mit der Rundumbande ist es einfach ein geiles Ding. Ich wollte im vergangenen Jahr schon dabei sein, doch zeitlich hat es erst jetzt gepasst. Mit den Jungs zu kicken macht auch einfach Spaß", meinte Rohde, der zudem für das fußballerische Highlight des Turniers sorgte, als er mit der Hacke im Finale einnetzte.

Im Turnierverlauf zeigte der HSV auch eindrucksvoll, wer die klassenhöchste Mannschaft ist. Ohne große Probleme marschierte der Hessenligist durch und hatte selbst im Finale gegen Weidenhausen keinerlei Probleme. Die jeweils ersten vier Teams setzten sich in der Gruppe durch. Lediglich der SV Niederjossa in der Gruppe A und die SG Niederaula/Kerspenhausen in der Gruppe B mussten nach der Vorrunde die Segel streichen. Erwartungsgemäß dominierten Steinbach, Hünfeld und Weidenhausen ihre Gruppe. Stark präsentierte sich die SG Aulatal, die dem SVS sogar den Gruppensieg wegschnappte. Richtig spannend wurde es in zwei Viertelfinalbegegnungen. Erst kassierte Steinbach innerhalb von zehn Sekunden zwei Gegentore gegen den JFV Aulatal, konnte aber anschließend im Siebenmeterschießen sich durchsetzen. Dramatischer wurde es zwischen Weidenhausen und Hohe Luft, bei dem der Verbandsligist einen 1:3-Rückstand mit der Schlusssirene noch ausglich und auch im Siebenmeterschießen eiskalt blieb.

Doch nicht nur in fußballerischer Hinsicht wurde den Zuschauern einiges geboten. Auf der Tribüne sorgten insbesondere die wieder einmal euphorisierten Anhänger des SV Adler Weidenhausen für eine bombastische Stimmung. Neben Trommel, Gesang, Bierduschen und vielen scherzhaften Sprüchen kam bei den Fans des SVA auch der Alkoholkonsum nicht zu kurz, sodass Trainer Maikel Buchenau treffend feststellte: „Wir als Mannschaft sind wohl die einzigen von uns, die noch absolut nüchtern sind.“

Gruppe A

Niederjossa - Festspielstadt 1:3
Hohe Luft - Aulatal 0:2
Festspielstadt - Steinbach 1:4
Aulatal - Niederjossa 2:1
Steinbach - Hohe Luft 3:3
Festspielstadt - Aulatal 2:3
Steinbach - Niederjossa 4:2
Hohe Luft - Festspielstadt 0:2
Aulatal - Steinbach 4:4
Niederjossa - Hohe Luft 3:3

Tabelle:
1. Aulatal
2. Steinbach
3. Festspielstadt
4. Hohe Luft
5. Niederjossa

Gruppe B

JFV Aulatal - Niederaula/Kerspenhausen 2:0
Hünfeld - Eiterfeld 4:0
Niederaula/Kerspenhausen - Weidenhausen 0:5
Eiterfeld - JFV Aulatal 0:2
Weidenhausen - Hünfeld 3:3
Niederaula/Kerspenhausen - Eiterfeld 0:2
Weidenhausen - JFV Aulatal 5:0
Hünfeld - Niederaula/Kerspenhausen 5:1
Eiterfeld - Weidenhausen 0:2
JFV Aulatal - Hünfeld 0:2

Tabelle:
1. Weidenhausen
2. Hünfeld
3. JFV Aulatal
4. Eiterfeld
5. Niederaula/Kerspenhausen

Viertelfinale

Aulatal - Eiterfeld 3:1
Steinbach - JFV Aulatal 5:3 nach Neunmeterschießen
Festspielstadt - Hünfeld 1:3
Hohe Luft - Weidenhausen 4:6 nach Neunmeterschießen

Halbfinale

Aulatal - Hünfeld 1:5
Tore: 0:1 Franz Faulstich, 0:2 Marcel Dücker, 0:3 Sebastian Alles, 1:3 Adrian Veapi, 1:4 und 1:5 Nils Wenzel

Steinbach - Weidenhausen 0:2
Tore: 0:1 Tim Ullrich, 0:2 Fabian Assmann

Spiel um Platz 3

Aulatal - Steinbach 2:3 nach Neunmeterschießen

Finale

Hünfeld - Weidenhausen 6:3
Tore: 1:0 Marcel Dücker, 2:0 Nils Wenzel, 3:0 Sebastian Alles, 4:0 Mario Rohde, 5:0 Marcel Dücker, 5:1 und 5:2 Sören Gonnermann, 6:2 Sebastian Alles, 6:3 Tim Ullrich

Der Kader des Hünfelder SV: Sebastian Ernst, Franz Faulstich, Sven Bambey, Mario Rohde, Nils Wenzel, Marcel Dücker, Sebastian Alles, Felix Kircher

Autor: Tobias Konrad

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