12.01.2019

FVH-Junioren gelingt Revanche, aber nicht der Sieg

Hosenfeld gewinnt 17. Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier

Noel Chieuteu Temgoua (in rot) vom Sieger Hosenfeld zieht vor dem Horaser Youngster Noah Odenwald ab. Foto: Kevin Kremer

Gruppenligist Spvgg. Hosenfeld heißt der Sieger des 17. Reinhold-Völker-Gedächtnisturniers des FV Horas. Die Truppe von Rodoljub Gajic setzte sich nach einer packenden Finalrunde letztlich gegen die A-Junioren des Gastgebers durch, die wie schon im Vorjahr gegen die Lehnerzer Zweitvertretung den Kürzeren zogen.

Trotzdem war der unterlegene Finalcoach Matthias Wilde nachher stolz auf seine Mannschaft, hatten seine Jungs doch gerade im Halbfinale einen beherzten Auftritt geboten und sich gegen die diesmal als Barockstadt II auftretende Hessenligareserve von Lehnerz und Borussia für die Finalniederlage des Vorjahres revanchieren können. 2018 hatten Keanu Clemente Banh und Co. noch einen 3:1-Vorsprung verspielt, am Samstag war es Banh, der die Aufholjagd der Youngster krönte und nach einem 1:3-Rückstand für den Siegtreffer sorgte. „Das Halbfinale war für mich auch das beste Spiel des Turniers“, so Wilde, dessen Team in der Gruppenphase auch davon profitierte, dass das Seniorenteam des Gastgebers die SG Rückers in Schach hielt.

Die beste Mannschaft des Turniers kam jedoch aus Hosenfeld, weil die Sportvereinigung im Penaltyschießen des Endspiels die besseren Nerven und in Christoph Grösch einen Keeper besaß, der gleich drei Penalties, nämlich die von Mark Zentgraf, Maurice Weitzel und Claudius Eckard, fassen konnte. Fast schon Ironie des Schicksals, dass die Hosenfelder ursprünglich nur auf Betreiben Matthias Wildes fürs Turnier gemeldet hatten. „Ich bin nämlich kein Freund des Hallenfußballs. Aber Matthias hatte mich gefragt und da wollte ich nicht Nein sagen“, entgegenete Rodoljub Gajic, der aber befand, „dass wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert haben und ein verdienter Sieger waren.“

Im Vergleich zum Donnerstag, wo auch einige Reservespieler im Kader der Hosenfelder gestanden hatten, waren am Finaltag mit Noel Chieuteu Temgoua, Roger Mouangue Mouangue und Marc Wettels noch mehr gestandene Gruppenligaspieler dabei. Glück hatte die Spvgg. allerdings im durchaus hitzigen Halbfinale gegen Ligakonkurrent Thalau. Der Sieger von 2017 musste sich erst durch ein ganz spätes Tor von Leonard Müller geschlagen geben. Die Torjägerkanone holte sich derweil mit elf Treffern Hosenfelds Eigengewächs Benedikt Rützel.

Rund 800 Zuschauer in drei Tagen

Veranstalter FV Horas indes war sehr zufrieden mit dem Turnierverlauf, Winfried Mehler aus dem Vorstandsteam hatte in den drei Turniertagen rund 800 Leute gezählt. „Die Gruppen waren in der Finalrunde zwar relativ rasch entschieden, umso spannender waren dann die K.o.-Spiele.“

Das Rahmenprogramm rundete eine Einlage von der „Brauns Gym“ ab, bei denen junge und ältere Schüler der Kampfsportschule den Bruchtest mit Holz und Beton wagten. Das Schiedsrichtergespann um Marcus Klimek (SV Dirlos), Sebastian Schaub (SG Eckweisbach) und Aaron Fritz (Weyhers) führte durch die teils hitzigen Spiele.

Der Sieger Spvgg. Hosenfeld spielte mit: Christoph Grösch; Leonard Müller, Benedikt Rützel, Roger Mouangue Mouangue, Noel Chieuteu Temgoua, Adrian Beyer, Solomon Haile Negussie, Marc Wettels, André Gajic.
Der Finalist A-Junioren FV Horas spielte mit: Maurice Pappert; Thomas Pekala, Claudius Eckard, David Peli, Mark Zentgraf, Noah Odenwald, Cedrik Keller, Keanu Wai Clemente Banh, Thore Hütsch, Maurice Weitzel.

Die Ergebnisse vom Turnier in der Übersicht gibt es HIER!

Autor: Christian Halling

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