10.08.2019

Erst ganz stark, dann zittrig - Fotos

Hessenliga: SGB bleibt vorne

Dominik Rummel und Markus Gröger waren mit der SG Barockstadt nicht nur hier im Kopfduell gegen die Ginsheimer Ryota Ishii und Maximilian Thomasberger überlegen. Foto: Charlie Rolff

45 starke erste Minuten reichten der SG Barockstadt um das Spitzenspiel der Hessenliga zu entscheiden. Die 2:0-Pausenführung brachte der weiterhin verlustpunktfreie Tabellenführer über die Bühne – auch wenn Ginsheim drauf und dran war, das Spiel noch einmal eng zu gestalten.

Was mit Spannung erwartet wurde: Wie wird SGB-Coach Sedat Gören die beiden ähnlichen Spielertypen Leon Pomnitz und André Fließ in sein System einbauen. Er löste es ganz unspektakulär. So durfte Fließ weiterhin die Spielmacherposition im 4-2-3-1 besetzen, während Pomnitz über links und Patrick Broschke über rechts stürmte. Ein System, das funktionieren sollte. Denn Fließ war erneut Dreh- und Angelpunkt des Fuldaer Spiels, aber auch Pomnitz und Broschke hielten ihre Aktien an der 2:0-Pausenführung, die hochverdient daherkam.

Wobei sich der Führungstreffer nach einer knappen Viertelstunde nicht angedeutet hatte, bis dahin war Ginsheim ebenbürtig, versuchte in einem offensiv gewählten 4-1-4-1 immer wieder schnell zum Abschluss zu kommen – ohne Erfolg. Barockstadt zeigte dann, wie es gehen kann. Einen Freistoß im Mittelfeld nach Foul an Dominik Rummel führte die SGB blitzschnell aus, Fließ nahm über links Tempo auf und bediente den freien Broschke perfekt. Der rutschte mit Ball ins Tor (13.).

Teklab fordert die SGB

Das 2:0, und damit in einem dann überlegen geführten Spiel, war vor der Pause hochverdient. Diesmal wurde Pomnitz gefoult, der den Freistoß selbst trat. Julian Pecks scheiterte noch, dann aber war Kapitän Patrick Schaaf entschlossen zur Stelle. Er wie Rummel (40.) hätten bereits zuvor erhöhen können, während Ginsheim bis zum Pausentee nicht ein einziges Mal SGB-Keeper Tobias Wolf zu fordern wusste.

Doch Ginsheim steckte keineswegs auf, vielmehr forderte Joker Henok Teklab die SGB-Viererkette über die Maßen, stellte in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit vor allem Linksverteidiger Pecks immer wieder vor Rätsel. Doch seine zahlreichen guten Aktionen wussten er und seine Mitspieler nicht zu vergolden. Selbst in Unterzahl, Nils Fischer stoppte bereits belastet einen Konterlauf Broschkes regelwidrig, war der VfB am Drücker, spielte mutig mit zwei Stürmern und konnte sich bei Wolf bedanken, dass das Spiel nicht mehr eng wurde. Seine Paraden gegen Torjäger Özer und Teklab (73.) waren klasse. Barockstadt konterte ausschließlich, fand in der kompletten zweiten Hälfte nicht ins Spiel. Außer drei verheißungsvollen Gegenstößen gab es nichts nennenswertes zu notieren. Die Punkte blieben trotzdem am Galgengraben – und die Tabellenführung somit auch.

Die Statistik:

SG Barockstadt: Wolf – Fuß, Sonnenberger, Gröger, Pecks – Schaaf, Crljenec – Broschke (80. Jordan), Fließ, Pomnitz (56. Müller) – Rummel (74. Böttler).
VfB Ginsheim: Erb – L. Manneck, Euler (26. M. Manneck), Thomasberger, Ishii – Jakubovic – Fischer, Geisler (64. Keskin), Murata, Fisch (46. Teklab) – Özer.
Schiedsrichter: Felix Berger (TSV Herleshausen).
Zuschauer: 1000.
Tore: 1:0 Patrick Broschke (13.), 2:0 Patrick Schaaf (44.).
Gelb-Rote Karte: Nils Fischer (61., Ginsheim).

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