23.08.2019

Erst der saure Apfel, dann das Top-Duell

Gruppenliga: FT-Trainer Romeo Andrijasevic zur Rotation gezwungen

Jan Schäfer (rechts) wird der Fuldaer Turnerschaft am Wochenende in den Kopfballduellen nicht weiterhelfen können. Tim Horenkamp hingegen wird sich mit der SG Bronnzell wieder voll reinwerfen. Foto: Charlie Rolff

Pickepackevoll kommt der doppelte Spieltag in der Gruppenliga an diesem Wochenende daher. FT Fulda hat dabei zwei interessante Aufgaben zu bewältigen.

Andrijasevic: Immer schwer, gegen uns Tore zu schießen

Erst der Tabellenfünfte, dann der Tabellendritte. Für die Fuldaer Turnerschaft von 1848 stehen mit der HSV-Reserve und der Spvgg. Hosenfeld zwei richtige Brocken am Wochenende auf dem Programm. Das heiße Duell gegen die noch verlustpunktfreien Hosenfelder ist für die Turner allerdings noch weit entfernt, denn zuerst kommt die mehr als unangenehme Aufgabe heute Abend in Hünfeld. „Wir müssen in den sauren Apfel beißen“, meint FT-Coach Romeo Andrijasevic und spricht damit die Tatsache an, dass die HSV-Reserve durchaus mit Unterstützung von oben rechnen kann, da die Verbandsliga-Elf am Wochenende nur die Zuschauerrolle innehat. „Ausreden suchen oder zu lamentieren brauchen wir nicht. Wir sollten uns auf unserer Stärken fokussieren“, macht der Trainer klar. Die Aufgabe erschwert sich jedoch noch mehr, denn Sebastian Kress, Jan Schäfer, Carsten Seifert und Franz Voland, der aufgrund eines knöchernen Bänderrisses länger fehlt, müssen passen.

Ansonsten ist der B-Lizenz-Inhaber rundum zufrieden mit dem Start. Zehn Punkte nach vier Spielen hatte Andrijasevic nicht unbedingt erwartet: „In den letzten beiden Wochen der Vorbereitung standen mir kaum Spieler zur Verfügung. Hinzu kommt, dass unsere Leistung in den vier Partien nicht herausragend war. Trotzdem hat es immer gereicht, aber irgendwann wird eine durchschnittliche Leistung nicht mehr reichen.“ Positiv kommt bei eher mäßigen Auftritten die Tatsache daher, dass in der Defensive oftmals die Null steht und offensiv wie gegen Eiterfeld/Leimbach oder Oberzell/Züntersbach ein einziger Treffer reicht. „Gegen uns war es schon immer schwer, Tore zu schießen. Wir stehen sehr stabil. Das weisen unsere Torbilanzen auf“, weiß FT-Coach Andrijasevic.

Martinez freut sich auf einige alte Gesichter

Der SV Teutonia Großenlüder um Trainer Francisco Martinez hingegen startete mit vier Punkten aus drei Spielen, wenngleich die Auftaktniederlage in Hosenfeld schon zum guten Ton bei Martinez gehört. "Ich verliere fast immer das erste Spiel", meint der 45-Jährige, der aber anschließend mit den gezeigten Leistungen gegen Müs (0:0) und Thalau (3:1) zufrieden war. Wichtig ist dem Coach, dass seine Mannen sich viele Chancen herausspielen, wenngleich die Verwertung noch etwas besser werden könnte. "Wir hätten gegen Thalau auch mehr Tore schießen können, doch es ist schön zu sehen, dass wir überhaupt so viele Möglichkeiten besitzen. Irgendwann kommen aber Spiele, da haben wir nur zwei Chancen. Dann müssen diese beiden allerdings auch für ein Tor reichen", mahnt Martinez.

Mit Kerzell und Freiensteinau stehen am Wochenende zwei Duelle "auf Augenhöhe" an, wobei der Coach weiß, "dass gegen solche Gegner eigentlich eher etwas zu holen ist als gegen Thalau. Wir dürfen uns nun nicht auf der Vergangenheit ausruhen, brauchen wir den vollen Fokus, denn die Gegner stehen sehr kompakt." Besonders auf die Begegnung gegen Aufsteiger Freiensteinau freut sich Martinez, denn viele alte Gesichter aus gemeinsamen Hosenfelder Zeiten wird der 45-Jährige dann wiedersehen. Mit zwei Siegen kann die Teutonia einen großen Schritt in Richtung des Saisonziels machen, denn grundsätzlich soll sich die Mannschaft aus dem Abstiegsschlamassel raushalten. "Es soll nicht wie in der abgelaufenen Saison enden. Ein Finale am letzten Spieltag muss nicht sein", sagt Martinez. Mit Christopher Ripka und Antonio Martinez fehlen zwei Akteure am Doppelspieltag.

Schlüchtern/Elm erwartet zwei grundverschiedene Gegner

Unterschiedlicher könnte der Schwierigkeitsgrad der beiden Aufgaben für die SG Schlüchtern/Elm kaum sein. Heute gastieren die Mannen von Trainer Bardo Hirsch beim sieglosen Aufsteiger SV Müs, zwei Tage später gibt der ungeschlagene Spitzenreiter SG Bronnzell seine Visitenkarte an der Schlüchterner Auwiese ab. Die in Eiterfeld erlittene 1:7-Packung war schnell abgehakt. „Abgesehen von diesem Spiel waren wir in den übrigen dreien mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar besser“, sagt Co-Trainer Jochen Eurich. Mit vier Zählern befindet sich Schlüchtern/Elm im unteren Tabellenmittelfeld. Gegen Müs dürften der zuletzt gesperrte Jean Marc Gaye sowie die zuletzt verhinderten Marco Schlichting, Bilal Qamar und Bernd Lenz wieder zum Kader gehören.

In Eiterfeld standen mit Bastian Menne, Dean Mitrev, Taha Ay, Ole und Eike Schneider sowie Nikolcho Gorgiev sechs Neuzugänge auf dem Feld. Hinzu kam Osman Nayir, der aber nicht eingewechselt worden war. „Natürlich sind wir in der Breite stärker geworden. Aber es braucht eben auch etwas Zeit, bis sich die Mannschaft eingespielt hat. Das Spiel in Eiterfeld sollte man nicht als Maßstab nehmen. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Haris Hrkic hat es eben diesen Verlauf genommen“, erklärt Eurich. Müs hat aus vier Partien zwei Punkte geholt und erst ein Tor geschossen. Bronnzell gewann zuletzt dreimal in Folge.

Autor: Tobias Konrad

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