24.08.2019

TSG will Platz eins in Osthessen behalten

Saisonstart im Frauenfußball: SVG empfängt Titelfavoriten / TSV braucht Zeit

Lütter (links Anne Schneider), Gläserzell (hier Lisa Kolbe) und Co. starten in die neue Saison. Foto: Charlie Rolff

Nach den Senioren und Junioren starten am Wochenende auch die Frauen in die neue Saison. Dank Pilgerzells Aufstieg sind gleich drei Teams aus der Region in der Hessenliga dabei, alle starten am Wochenende mit Heimspielen.

Hessenliga

TSG Lütter:
Als Neuling konnte sich Lütter in der Vorsaison direkt Osthessens Krone aufsetzen, ein starker fünfter Platz verwies auch das langjährige Zugpferd Gläserzell in die Schranken. „Unser Ziel ist es wieder, Osthessens Nummer eins zu sein“, betont Trainer Andre Kleinheinz, der vor wenigen Wochen erstmals überhaupt eine Trainerstation im Frauenbereich angetreten hat. Der Eindruck des früheren Gersfeld-Coaches ist aber positiv: „Die Mädels sind lernwillig, wir haben eine gute Trainingsbeteiligung. Auch die Freundschaftsspiele liefen zufriedenstellend, jetzt folgt aber erst der richtige Test“, so Kleinheinz vor dem Auftakt gegen Bornheim (Samstag, 17 Uhr). „Wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen, sollte ein guter Start möglich sein.“

SV Gläserzell:
Felix Dorns erstes Jahr als Trainer beim SVG lief nur wenig zufriedenstellend, Grund dafür waren die unkonstanten Leistungen. „Daran wollen wir arbeiten. Die Mädels sind gefordert, immer die nötige Einstellung und Spielvorbereitung an den Tag zu legen“, so der ehemalige Senioren-Trainer des FSV Pfordt. Ein erster Gradmesser kommt am Sonntag (13 Uhr) auf die Truppe zu: „Marburg ist mein persönlicher Meisterschaftsfavorit. Aber wir haben bei uns Sportfest und wollen mindestens einen Punkt. Ich traue uns aber auch zu, gleich mal für eine Überraschung zu sorgen, da wir defensiv gut stehen und vorne immer für einen Lucky Punch gut sind“, so Dorn, der seinem Team trotz des Verlusts einiger Stützen eine bessere Rolle als im Vorjahr zutraut.

TSV Pilgerzell:
Neuland betritt die Mannschaft des neuen, alten Trainers Marcus Neugebauer am Samstag (17 Uhr) gegen Wetzlar II im ersten Hessenliga-Spiel der Geschichte. „Wir müssen uns erst einmal akklimatisieren, uns an die robuste, schnelle Gangart gewöhnen“, weiß Neugebauer, der eine ganz junge Mannschaft in die Saison führen wird. Der Altersdurchschnitt beträgt 18 Jahre, da einige Spielerinnen aus der Jugend aufgerückt sind und mit Mila Rausch (Eintracht Frankfurt) eine weitere ganz junge Akteurin aus der Juniorinnen-Bundesliga neu dabei ist. Der zweite externe Zugang, Vanessa Volkmer, ist nach einer Schulterverletzung derweil noch keine Option für den Auftakt. „Wir haben den Anspruch, zum Start daheim einen Dreier einzufahren. Wenn wir unsere Stärken schnell einbringen, können wir eine gute Rolle spielen und die Klasse halten“, hofft Neugebauer.

Verbandsliga Nord

Mit der SG Freiensteinau um die Ex-Rückerserinnen Christina Reichenauer und Sabrina Hanke auf der Trainerbank sowie der Ex-Gläserzellerin Melanie Hillenbrand und Torjägerin Jennifer Zeller auf dem Feld ist aus der Region überregional neu dabei. Vorjahresaufsteiger SC Soisdorf ist sogar gestern Abend schon in Landau/Wolfhagen in die neue Runde gestartet: Durch den 5:3-Sieg (Tore: Katharina Roth (3), Anne Marx, Jasmin Klee) hat die Mannschaft des neuen Trainers Detlef Pabst (früher Eiterfeld, Dittlofrod/Körnbach) schon mal die Hypothek von drei Minuspunkten wegen des fehlenden Unterbaus beiseitegeschafft. „Ziel ist natürlich wieder der Klassenerhalt“, sagt Christoph Daniel, Leiter Frauenfußball beim SCS, die mit Torschützin Marx sowie Marina Lermer (kam aus Nordrhein-Westfalen) Zuwachs erhalten hat.

Autor: Steffen Kollmann

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