27.08.2019

Maximale Einstellung trotz weiter Anreise

Hessenpokal: SG Barockstadt muss nach Willingen reisen

Markus Gröger könnte der Barockstadt in Willingen fehlen. Foto: Charlie Rolff

Satte 176 Kilometer einfache Fahrt liegt heute Abend vor dem Mannschaftstross der SG Barockstadt, ehe um 19.30 Uhr der Anpfiff zur zweiten Runde im Hessenpokal beim SC Willingen ertönt.

Die Rollen scheinen im Duell des Verbandsliga-Fünften gegen den Hessenliga-Primus klar verteilt. Entsprechend geht SGB-Trainer Sedat Gören an die Aufgabe im Upland ran, denn der 48-Jährige macht klar, „dass wir ganz klar weiterkommen wollen. Wir wissen auch, dass wir der Favorit sind.“ Doch Gören kennt ebenfalls die Regeln des Pokal-Wettbewerbs und weiß somit, dass in einem einzigen Spiel immer viel passieren kann. „Es liegt an uns. Wir haben es in der Hand, müssen sehr fokussiert an die Aufgabe gehen“, mahnt der Coach.

Dass Willingen Hessenpokal kann, zeigte der SC vor zwei Jahren. In der Saison 2017/2018 wurden nacheinander die Hessenligisten Ederbergland, Waldgirmes und Watzenborn-Steinberg, ehe erst im Viertelfinale gegen Regionalligist Hessen Kassel Endstation war. Die SGB möchte einen neuerlichen Siegeszug vermeiden, vielmehr selbst die Chance erhalten, in der kommende Runde auf einen höherklassigen Gegner wie die Kickers Offenbach oder den FSV Frankfurt zu treffen. „Deshalb fahren wir nicht aus Spaß nach Willingen. Niemand von uns nimmt für das Spiel gerne einen halben Tag Urlaub oder setzt sich sechs Stunden in den Bus“, sagt Gören.

Großartige personelle Experimente sollen ausbleiben, zumal die Barockstadt im Kreispokal-Halbfinale der abgelaufenen Saison (2:0 in Neuhof) bereits gegen einen Verbandsligisten in die Verlängerung musste. „Willingen ist ein sehr robuster Gegner, der in dieser Saison daheim noch kein Spiel verloren hat. Mit Florian Heine habe sich einen Stürmer, der in engen Partien immer für den Unterschied sorgen kann. Die werden alles reinsetzen. Da müssen wir dann die nötigen Aktionen setzen“, meint der Barockstadt-Coach. Die Voraussetzungen in Sachen Regeneration sind unterdessen für beide Teams gleich, denn am Samstag feierten sowohl der SCW als auch die SGB einen Sieg in der Liga. „Einzig die weite Anreise werden wir in den Knochen haben“, so Gören, dem das Innenverteidiger-Duo Sebastian Sonnenberger/Markus Gröger auszufallen droht.

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