27.08.2019

„Wir werden in Freiensteinau keine Faxen machen“

Hessenpokal: Alzenau-Coach Angelo Barletta kommt mit voller Kapelle nach Freiensteinau

Jannick Beikirch und die SG Freiensteinau treffen heute auf den Regionalligisten Bayern Alzenau. Foto: Hofacker

Für die SG Freiensteinau ist es das Spiel des Jahres, für den FC Bayern Alzenau lediglich ein Stolperstein. Diesen möchte der Regionalligist heute Abend (19 Uhr) jedoch umgehen.

„Wir nehmen den Hessenpokal absolut ernst, wir werden da keine Faxen machen, zumal ich jetzt, da die Saison voll angelaufen ist, den Eindruck gewonnen habe, dass wir den Hessenpokal sogar gewinnen können“, sagt Alzenaus Trainer Angelo Barletta und kündigt an: „Wir kommen mit der ersten Mannschaft!“ Die zahlreichen Freiensteinauer OFC-Fans dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Innenverteidiger Marcel Wilke oder Flügelflitzer Serkan Firat freuen, Torhüter Daniel Endres wird allerdings geschont. „Daniel wird nicht spielen, es steht ihm frei, mit nach Freiensteinau zu kommen“, sagt Barletta. Der Aufsteiger in die Regionalliga hat sich dort bestens eingefunden, ist mit elf Punkten Sechster, hat drei Spiele gewonnen und erst eins verloren.

Ein Pflichtspiel gegen einen derartig hochklassigen und namhaften Gegner hat es für Freiensteinau in 72 Jahren Vereinsgeschichte noch nicht gegeben. „Man wächst an seinen Aufgaben“, gab sich Trainer Heiko Breitenberger nach dem 1:1 im Punktspiel gegen Großenlüder so lässig wie selbstbewusst und voller Freude auf den Pokalfight: „Warum sollten wir diesen Gegner nicht ärgern können? Im aktuell Wettbewerb auf Kreisebene haben auch wir uns gegen einen drei Klassen niedriger spielenden Kontrahenten, den SV Höf und Haid, schwergetan, nun bekommen wir es mit einem drei Ligen höher kickenden Team zu tun.“

Nicht mit dabei sein kann Kevin Stribrny (Urlaub), dafür rückt mit Nico Schöniger, der noch am Sonntag 85 Minuten lang in der Reserve aktiv war, ein ähnlich veranlagter Spieler ins Aufgebot. Den turnusmäßigen Wechsel zwischen den Pfosten wird Breitenberger diesmal nicht durchführen können. Eigentlich wäre, nachdem gegen Petersberg und Großenlüder Felix Kania im Kasten stand, nun wieder Julian Sill an der Reihe, doch der sah auf der Auswechselbank sitzend gegen Großenlüder wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte und ist gesperrt.

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