31.08.2019

Flieden problemos gegen Hombressen/Udenhausen

Verbandsliga: Tabellenspitze verteidigt

Andre Leibold (rechts) trug sich in die Torschützenliste beim SV Flieden ein. Foto: hall

Der SV Buchonia Flieden hat sich auch von Liga-Neuling SG Hombressen/Udenhausen nicht aus der Erfolgsspur bringen lassen. Durch den wenig glamourösen 3:1 (3:0)-Heimerfolg wurde die Tabellenspitze in der Verbandsliga Nord verteidigt.

"Erfüllte Pflicht empfindet sich immer noch als Schuld, weil man sie nie ganz genuggetan", fühlte man sich an den alten Goethe erinnert, als Fliedens Coach Zlatko Radic seine Spielanalyse abgab: "Es war eben ein Pflichtsieg. Mehr war bei diesen hohen Temperaturen auch nicht drin. Eigentlich wollten wir in der zweiten Halbzeit nahtlos an die erste anknüpfen. Nach dem Anschlusstreffer waren wir aber etwas geschockt. Ab da lief nicht mehr allzu viel zusammen. Hombressen hat es aber auch gut gemacht. Sie haben die Räume sehr gut zugemacht, so dass wir nach der Pause höchstens noch zwei gute Torchancen hatten."

Sein Gegenüber Marco Siemers sprach hernach von einem verdienten Fliedener Sieg, sprach seinem Team aber auch "ein großes Kompliment" aus: "Mir sind von vorneherein sieben Stammspieler ausgefallen, beim Warmmachen hat sich dann auch noch unser Zehner verletzt. Dass wir mit dieser Rumpftruppe ein derart achtbares Ergebnis in Flieden erzielt
haben, ist schon eine starke Leistung der ganzen Mannschaft." Vor allem in der ersten Hälfte war deutlich zu erkennen, dass die Gastgeber über die deutlich besseren Einzelspieler verfügten. Bereits nach zehn Minuten war Sturmtank Fabian Schaub zur Stelle, als er eine Röhrig-Flanke per sehenswertem Seitfallzieher im Tor unterbrachte. Nur zwei Minuten später war André Leibold nach einem Götze-Freistoß per Kopf erfolgreich. Flieden machte danach weiter das Spiel, ohne aber das Gäste-Gehäuse ernsthaft in Gefahr bringen zu können.

So dauerte es bis zur 45. Minute, bis Flieden zu Treffer Nummer drei kam. Schaub war vorher im Strafraum gelegt worden. Den anschließenden Elfer verwandelte Nico Hohmann sicher. Wenige Minuten nach der Pause verkürzte der Gast mit seiner ersten Torchance. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld tauchte Goalgetter Dominik Lohne plötzlich frei vor Lukas Hohmann auf und überwand diesen zum 1:3 - Saisontreffer Nummer sieben. Danach spielte sich das Geschehen in erster Linie im Mittelfeld ab. Lediglich Götze und Leibold für Flieden sowie Siebert auf der Gegenseite hätten noch nachlegen können. Gegen Siebert konnte sich Lukas Hohmann in der Nachspielzeit erstmals auszeichnen, als er im Spiel eins gegen eins die Oberhand behielt. Ansonsten blieb er beschäftigungslos.

Dass die Ansprüche beim Fliedener Publikum nach dem guten Saisonstart durchaus gestiegen sind, zeigen einige Kommentare beim Verlassen des Sportgeländes. Von einem "Sommerkick", einem "Gurkenspiel" oder nur einem "schlechtes Spiel" war da die Rede. Die Chance zur "Wiedergutmachung " gibt es erst in zwei Wochen, wenn Willingen im Königreich gastiert. Bis dahin sollte dann auch der wegen einer Knöchelverletzung ausgeschiedene Fabian Schaub wieder fit sein. Zlatko Radic vertraut dabei ganz den heilenden Händen von Schaubs Gattin: "Sie ist ja schließlich Physiotherapeutin. Die wird ihn schon wieder hinkriegen."

Für Flieden war es übrigens bereits das dritte Aufeinandertreffen mit Hombressen. Das von Fliedens Vorstandmitglied Frank Happ als "lebendes Fußball-Lexikon" titulierte Torhüterdenkmal Peter Kreß erinnerte sich: "1982 haben wir damals in Hombressen 4:4 gespielt und zuhause 7:1 gewonnen." Vielleicht gelingt ja im Rückspiel ein ähnlich furioser Auftritt.

Die Statistik:

Flieden: L. Hohmann; Gaul (70. Hack), Kreß, N. Hohmann, Röhrig, Leibold, Drews, Zeller (81. Rehm), Götze, Rumpeltes, Schaub (54. Grosch).
Hombressen/Udenhausen: Lubitz; Mirwald, Müller, Hofmeyer, Geule, Siebert, Lohne, Krohne, Hecker, Schmidt, Purkert.
Schiedsrichter: Marcel Rühl (FSG Wettenberg).
Zuschauer: 290.
Tore: 1:0 Fabian Schaub (10.), 2:0 André Leibold (12.), 3:0 Nico Hohmann (45., Foulelfmeter), 3:1 Dominik Lohne (53.). / rd

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