06.09.2019

Abbruch nach Backpfeife für den Schiri

Kreisoberliga Mitte: Hilderser Mackenrodt droht lange Sperre und wohl Rauswurf

Julien Mackenrodt soll den Schiedsrichter geschlagen haben.

Das Spiel der Kreisoberliga Mitte zwischen der FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen und dem TSV Hilders ist nach einem tätlichen Angriff auf den Schiedsrichter beim Stand von 1:1 nach 53 Minuten abgebrochen worden.

Es lief die 53. Minute in Rothenkirchen, als der bereits verwarnte Hilderser Julien Mackenrodt nach einem verbalen Wortgefecht vom jungen Schiedsrichter Jannik Schwarz von der SG Mühlbach/Raboldshausen die Gelb-Rote Karte gezeigt bekam. Im Hinblick auf die Geschehnisse danach gehen die Darstellungen in beiden Lagern auf Nachfrage auseinander. Der Hilderser Abteilungsleiter Goswin Nüdling kann die Szene jedenfalls nicht zu 100 Prozent nachvollziehen: "Nach 50 Minuten hat Julien Gelb bekommen, zwei Minuten später hat er dann immer noch mit der Karte gehadert und zum Schiri wohl gesagt, dass er tot umfallen würde, wenn das Gelb gewesen sei. Daraufhin gab es Gelb-Rot für ihn und dann kann ich auch nicht genau sagen, was vorgefallen ist. Fakt ist: Julien hat den Schiedsrichter in irgendeiner Form berührt, es war wohl laut unseren Zuschauern eine Backpfeife und dann ist der Spielabbruch auch okay."

Laut Nüdling habe der Referee aus dem Hersfelder Raum bis dato eine hervorragende Leistung gezeigt, "und irgendwas war dann auch von Juliens Seite nicht sauber gelaufen." Der TSV-Funktionär ist sich ziemlich sicher, "dass das Julien Mackenrodts letztes Spiel für Hilders gewesen ist. Vor knapp zwei Jahren gegen Reulbach ist ja schon mal etwas ähnliches vorgefallen und irgendwann ist es auch gut. Er ist ein netter Kerl, aber auf dem Rasen geht so etwas aus unserer Sicht gar nicht."

Es ist das zweite Spiel mit Hilderser Beteiligung, das in dieser Saison abgebrochen werden wusste, wobei es Anfang August in Hofbieber wegen Gewitters der Fall gewesen war. Bis zum Abbruch hatte es nach Toren von Abdullah Özsuvaci (26.) und Jonas Mihm (36.) 1:1 gestanden. "Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz und alles im Griff. Umso ärgerlicher, dass dann so eine Aktion passiert und wir dann in ein paar Wochen vorm Sportgericht die Punkte verlieren", hadert Nüdling. / kr, hall

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