17.09.2019

"Es kann jemanden treffen, der nicht damit rechnet"

Kreisoberliga Mitte: Peikerts Haimbachern fehlen die erfahrenen Schultern

Zuletzt durfte der Haimbacher SV um Andreas Horn (links) und Jason Lacis gegen Schlitzerland jubeln - der Saisonstart ließ dennoch zu wünschen übrig. Foto: Charlie Rolff

Schaut man auf die bis zu vier möglichen Abstiegs- beziehungsweise Relegationsränge in der Kreisoberliga Mitte, so finden sich dort fast ausschließlich Mannschaften, die man vor der Saison eher in obere Tabellenregionen eingeordnet hätte. Auch der Haimbacher SV, der zuvor noch eine überragende Rückrunde gespielt hatte, ist mal wieder dürftig aus den Startlöchern gekommen.

So richtig gut war der Auftakt des HSV seit dem Abstieg in die Kreisoberliga 2017 nie. Trotzdem überrascht die bisherige Ausbeute von nur sieben Zählern aus zehn Spielen, schließlich holte Haimbach in der Restrunde der abgelaufenen Saison nach Aufsteiger Hünfeld II die zweitmeisten Punkte. "Unter die ersten fünf wollten wir auch dieses Mal kommen, aufgrund unserer Rückrunde haben wir sogar Platz zwei bis vier ins Auge gefasst. Wir wussten aber, dass das nur geht, wenn wir unverletzt bleiben", rekapituliert Trainer Timo Peikert.

Doch genau da liegt in der bisherigen Runde das Problem. Mit zehn bis zwölf Ausfällen muss sich der Übungsleiter Woche für Woche rumschlagen, sei es aus beruflichen oder Verletzungsgründen. "Wir haben zurzeit zu wenige erfahrene Schultern. Die Ruhe und Abgezocktheit fehlt", weiß der 33-Jährige und spielt unter anderem auf den langen Ausfall von Kapitän Julian Heins (Bandscheibenvorfall) an. Dafür konnten sich Akteure aus der zweiten Mannschaft in den Vordergrund spielen, Louis Henkel hat beispielsweise den Sprung ins KOL-Team geschafft.

Unruhe bricht beim Club aus dem Fuldaer Stadtteil, der bald einen neuen Kunstrasen bekommen soll (Peikert: "Mein letzter Stand ist, dass die Pläne nach den Granulats-Problemen zunächst auf Eis liegen"), aber noch nicht aus. "Sorgen machen wir uns nicht, aber wir haben die Lage genau im Blick. Es sind momentan viele Mannschaften unten drin, die man dort nicht erwartet hätte. Wenn die ihre Leistungen irgendwann abrufen, trifft es im Abstiegskampf dann vielleicht jemanden, der noch nicht damit rechnet", warnt Peikert. Umso wichtiger werden für den HSV daher die kommenden beiden Partien, in denen es gegen die direkten Konkurrenten Künzell II und Edelzell/Engelhelms geht.

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