14.09.2019

Nach der Halbzeit zeigt Barockstadt das wahre Gesicht – Fotos

Hessenliga: In der Kabinenansprache scheint Sedat Gören die richtigen Worte gefunden zu haben

Benjamin Fuß (links) und Barockstadt behielten über Friedberg die Oberhand. Foto: Charlie Rolff

Nach einer chancenarmen ersten Halbzeit zeigte die SG Barockstadt in den zweiten 45 Minuten, warum sie auf dem ersten Tabellen steht. Mit attraktivem Fußball und sehenswerten Treffern fuhren die Hausherren einen verdienten 3:0 (0:0) Sieg gegen Türk Gücü Friedberg ein.

Verletzungsbedingt musste SGB-Coach Sedat Gören zwei Veränderungen in seinem 4-2-3-1-System im Vergleich zur Begegnung gegen Stadtallendorf vornehmen. Für die angeschlagenen Julian Pecks und Kevin Hillmann beorderte der Übungsleiter Benjamin Fuß und Markus Gröger in die erste Elf. Auch sein Gegenüber Carsten Weber blieb vor verletzungsbedingten Veränderungen in der Startelf nicht verschont. Der wohl bekannteste Friedberger Spieler, Erdinic Solak, ist genauso wie Stammkeeper Tolga Sahin nicht von der Partie. Torwart Robert Cue bestritt sein letztes Hessenligaspiel in der Saison 2009/2010 und ist eigentlich in der Kreisoberliga beheimatet.

Robert Cue sowie SGB-Torwart Tobias Wolf sollten aber zunächst nicht im Vordergrund stehen. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld und ließen die Zuschauer bis zur zwölften Spielminute warten, bis es zum erstenmal gefährlich wurde. Patrick Broschke erkämpfte gegen Zie Moussa Ouattara das Spielgerät und leitete somit einen Konter ein. 30 Meter vor dem Tor traf der Rechtsaußen aber die falsche Entscheidung, sodass Sebastian Weigand den Pass auf Leon Pomnitz abfangen konnte.

Türk Gücü Friedberg stand in der Defensive kompakt und kaufte den Gastgebern oft im letzten Drittel den Schneid mit gewonnen Zweikämpfen ab. Aus diesem Grund versuchte die Gören-Elf das Spielfeld mit langen Diagonalpässen breit zu machen, was auch nicht zu mehr Torgefahr führte. Ein Freistoß aus gut 22 Metern setzte Pomnitz klar über den Kasten (26.), ehe es in der 39. Spielminute zur besten Chance im ersten Durchgang kam. Nach einem verlorenem Zweikampf von Broschke kommt Patrick Schaaf an den Ball und bedient Dominik Rummel. Der Stürmer steigt mustergültig hoch, trifft aber nur den Pfosten.

In der Halbzeit scheint Sedat Gören die richtigen Worte gefunden zu haben, denn keine 90 Sekunden nach Wiederanpfiff machte es Rummel besser und blieb im eins gegen eins gegen Cue eiskalt. Das Tor gehörte aber zu 90 Prozent Dominik Crljenec und Andre Fließ. Im Spielaufbau der Friedberger eroberte Crljenec das Spielgerät gegen Kenau Hagley und bediente Fließ, der mit dem Rücken zum Tor stand. Mit der Hacke spielte der Neuzugang den Ball in den freien Raum zu Rummel. Barockstadt nahm den Schwung mit, hätte durch Leon Pomnitz und Schaaf erhöhen können, doch entweder stand ein Friedberger auf der Linie (50.), oder der Ball landete am Pfosten (52.).

Da sich Türk Gücü über die gesamten 90 Minuten nicht versteckte und ebenfalls nach vorne spielte, ergaben sich in der Folge viele Räume. Pomnitz schickt Fließ, der 20 Metern vor dem Tor gestoppt wurde. Den anschließenden Freistoß setzte Fließ höchstpersönlich in die Maschen - 2:0 (54.). Nach der zwei-Tore-Führung blieb das Tempo in der Partie hoch, doch Chancen wurden weniger. Shelby Printemps zielte zu ungenau (63.) und Andre Fließ traf den Ball vorm leeren Kasten auf Vorlage von Jan-Niklas Jordan nicht (80.). Über die gesamte Spielzeit gesehen musste Tobias Wolf nicht einmal eingreifen, wodurch Andre Fließ der Schlusspunkt mit einem überlegten Schuss ins lange Eck blieb (84.).

Die Statistik

SG Barockstadt: Wolf - Odenwald, Sonnenberger, Gröger, Fuß - Schaaf, Criljenec - Pomnitz (68. Müller), Fließ (86. Trägler), Broschke (76. Jordan) - Rummel.
Türk Gücü Friedberg: Cue - Ouattara (84. Biber) , Dudda, Weigand, Hagley (56. Bell Bell)- Usic, Tesfaldet - Printemps, Eren, Toskovic - Miric (56. Tahirovic).
Schiedsrichter: Manuel Steigerwald (Karlstadt).
Zuschauer: 487.
Tore: 1:0 Dominik Rummel (47.), 2:0 Andre Fließ (54.), 3:0 Andre Fließ (84.).

Autor: Michel Ickler

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