22.10.2019

Fröde: "Ich wurde offensichtlich missverstanden"

Karlsruher äußert sich zu einem der kuriosesten Platzverweise der Saison

Der Fuldaer Lukas Fröde kassierte am vergangenen Sonntag eine kuriose Gelb-Rote Karte. Archivfoto: Carlos Viering

Einen der kuriosesten Platzverweise der Saison kassierte am vergangenen Zweitliga-Spieltag der Fuldaer Lukas Fröde. Der defensive Mittelfeldspieler des Karlsruher SC sah im Spiel beim VfL Bochum (3:3) nach 16 Minuten die Gelb-Rote Karte, als er zunächst Foul spielte und sich danach eine vermeintliche Unsportlichkeit leistete.

"Das Ganze war für mich schon sehr kurios und ärgerlich. Ich wurde offensichtlich missverstanden", betont Fröde auf Nachfrage unseres Portals. Nachdem der 24-Jährige gegen Bochums Simon Zoller den Fuß drüber gehalten hatte, zeigte ihm Referee Nicolas Winter den Gelben Karton. Hinter dem Rücken des Schiedsrichters klatschte der Karlsruher in die Hände, um zu signalisieren, dass der eine Fuß auf den anderen getroffen hatte. Der Assistent des Unparteiischen gab Winter allerdings den Hinweis, dass es ein provozierender Beifall gewesen sei, und Fröde musste aufgrund der folgenden Ampelkarte vorzeitig duschen.

"Ich glaube die Fernsehbilder zeigen ganz gut, dass es kein höhnisches Klatschen gewesen ist. So doof bin ich jetzt nicht, dass ich nach einer Viertelstunde um einen Platzverweis bettle", stellt der gebürtige Fuldaer klar. "Ich empfand das Foul als nicht gelbwürdig, zumal es mein erstes im Spiel war. Ich wollte ihm nur zeigen, wie ich die Situation wahrgenommen habe." Doch die anschließende Erklärung stieß auf taube Ohren, auch der Video-Assistent griff nicht ein, da dieser sich bei Gelb-Roten Karten nicht melden darf - so strittig diese auch sein mögen.

Deshalb musste Fröde vorzeitig vom Feld, auch das kommende Spiel gegen Hannover wird er gesperrt verpassen. "Wichtig ist, dass die Mannschaft direkt verstanden hat, dass ich ihr keinen Bärendienst erweisen wollte", so der defensive Mittelfeldspieler, der die restlichen Minuten in den Katakomben verfolgte und sah, wie der KSC durch ein spätes Tor einen Punkt beim 3:3 entführte. "Immerhin gab es dieses Happy End, das auch hochverdient war. Ich glaube, dass ohne den Platzverweis noch mehr drin gewesen wäre."

Autor: Steffen Kollmann

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