09.11.2019

Aus 0:2 macht die SGB ein 3:2 – Fotos

Hessenliga: Lange schwach, dann bricht Fernwald ein

Dominik Rummel (links, hier gegen Luke Dettki) und die Barockstadt zeigten gegen das Schlusslicht immerhin Moral. Foto: Charlie Rolff

Die SG Barockstadt hat ihr Heimspiel gegen Hessenliga-Schlusslicht FSV Fernwald mit 3:2 (0:1) gewonnen und dabei einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. Der Erfolg kaschiert am Ende eine ganz schwache Vorstellung über 75 Minuten. Erst als Fernwald zum wiederholten Mal in dieser Saison konditionell zusammenbrach, kippte das Spiel. Letztlich verdient, weil das Chancenplus klar zugunsten der Barockstadt ging.

Bei der Barockstadt gab es krankheitsbedingt zwei Veränderungen. Sebastian Sonnenberger und Jan-Niklas Jordan mussten im Vergleich zum Sieg in Dietkirchen passen, dafür rückten Dennis Müller und Marcel Trägler neu ins Team. Den Part von Sonnenberger in der Innenverteidigung übernahm Niklas Breunung. Auf der Bank saß erstmals A-Jugend-Torwart Maximilian Weisbäcker. Sein Problem: Der Youngster ist ein Typ wie ein Bär und so passte ihm das Trikot von Aykut Bayar nicht. Also musste der verletzte Benedikt Kaiser aushelfen und sein Trikot mitbringen.

Die 450 Zuschauer im Städtischen Stadion bildeten eine neue Minuskulisse für diese Saison. Viel unternommen, damit beim nächsten Mal wieder mehr Leute kommen, hat die Barockstadt-Mannschaft nicht. Dabei war der Start in die erste Halbzeit noch durchaus lust- und verheißungsvoll. Zwei, drei Abschlüsse ließen auf ein gutes Spiel hoffen, doch mehr und mehr tat sich die Elf von Sedat Gören schwer. Dennoch wurde es drei Mal gefährlich: Dominik Rummel tarf den Außenpfosten (20.), Leon Pomnitz mit einem Freistoß den Pfosten (34.). Dazu musste Fernwalds Torwart Göttl ein einziges Mal beherzt eingreifen, als er Träglers Flachschuss parierte und nach außen abwehrte, dann aber Glück hate, dass der heran stürmende Broschke wegrutschte (29.).

Schlusslicht Fernwald wurde dagegen immer aufmüpfiger und kam mit seinen bescheidenden Mitteln zu einer dicken Möglichkeit, als Leon Pomnitz nach einem Eckball die Direktabnahme von -Max-Peter Mohr in höchste Not von der Linie kratzte (38.). Kurz danach klingelte es tatsächlich, als Strack aus spitzem Winkel das 0:1 machte. Der Pausenstand war nicht einmal unverdient.

Zur Halbzeit folgte die große Umstellaktion: Niklas Breunung musste raus, Andre Fließ kam neu. Hinten ging es mit nur noch drei Mann weiter, Dennis Müller ging auf die Sechs, Dominik Crljenec dafür nach hinten. Fließ spielte die Zehn, Pomnitz mal wieder dort, wo er sich nicht wohl fühlt, auf der linken Seite. Das Resultat: 90 Sekunden nach Wiederbeginn ein gefährlicher Warnschuss von Trägler, ehe alles nich schlechter wurde, wie es vor der Pause bereits war. Die Barockstadt spielte ohne jede Idee. Alles wirkte planlos. Beispiel: Dominik Rummel „verhungerte“, bekam keine verwertbaren Bälle. Dazu kam Pech, als Broschke, bei der ersten Möglichkeit nach fast 20 Minuten Leerlauf zum dritten Mal Aluminium traf (66.).

Hatte sich der Unmut der Fans zur Pause noch in lautstarken „Buh-Rufen“ geäußert, wurde es nach der Pause immer stiller. Als Fernwald dann das 0:2 machte, da schien die Messe gelesen.

Doch der Tabellenletzte machte seinem Ruf als konditionsschwache Mannschaft mal wieder alle Ehre. Nach dem Anschluss durch Broschke überrollte die Barockstadt die Mittelhessen, machte drei Tore und durchaus noch mehr Tore machen können. Ab dieser 78. Minute hatte Fernwald den Hausherren nichts mehr entgegen zu setzen.

Die Statistik

SG Barockstadt: Wolf; Fuß, Gröger, Breunung (46. Fließ), Müller, Crljenec, Broschke, Schaaf, Pomnitz (72. Böttler), Trägler, Rummel (90. Torcuatro).
FSV Fernwald: Göttl; Dittki, Bender, Burger, Simon, Bartheld, Ersentürk, Mohr, Strack (72. Erben), Goncalves (87. Geisler), Celik (80. Völk).
Schiedsrichter: Thorsten Eick (Alsfeld).
Zuschauer: 450.
Tore: 0:1 Nicolas Strack (43.), 0:2 Felix Erben (73.), 1:2 Patrick Broschke (78.), 2:2 Dominik Rummel (84.), 3:2 Yves Böttler (89.).

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