14.11.2019

Kücükler und der große Sprung

Hessenliga: Neuzugang will in Walldorf wieder Schwung aufnehmen

Für den Ligaverbleib müssen dringend Punkte her, das weiß auch Steinbachs Kubilay Kücükler. Foto: Kevin Kremer

Der Witterung geschuldet wurde der SV Steinbach vor einer Woche zu einem spielfreien Wochenende gezwungen. Den Schwung aus den vergangenen Spielen möchten die Mannen aus dem Mühlengrund trotzdem mit nach Walldorf nehmen und am Sonntag (14.45 Uhr) gegen einen Mitaufsteiger mit etwas Zählbarem zurückkehren.

Die Leistungen des SV Steinbach machten in der Vergangenheit Mut. Alles Reden bringt aber nichts, wenn am Ende des Tages die Punkteausbeute nicht stimmt. „Der aktuelle achte Tabellenplatz von Walldorf spricht für sich. Dennoch ist es eine Mannschaft, die es zu schlagen gilt, wenn wir um den Ligaerhalt mitspielen wollen“, verdeutlicht Steinbachs Zentrumspieler Kubilay Kücükler. Dass die Begegnung gegen Ginsheim abgesagt werden musste, ärgerte auch Kücükler, der den Schwung der vergangenen Wochen gerne mitgenommen hätte. „Wir sind im Moment gut drauf. Die Mannschaft legt sich mächtig ins Zeug. Jetzt gilt es die Chancen besser zu verwerten“, blickt der Ex-Petersberger voraus.

Gespielt wird am Sonntag, wie über das ganze Jahr in Walldorf, auf Kunstrasen. Dass sich die Rot-Weißen als sehr heimstark erweisen und 17 der 28 Zähler daheim ergatterten, interessiert den 25-Jährigen nicht. „Es ist egal, wo wir spielen, wir müssen versuchen zu punkten“, betont Kücükler nochmals, der kämpferische Tugend und Moral im Team heraufbeschwört, um mit einem Grinsen auf den Lippen aus Walldorf zurückzukehren. Dass der kommende Gegner nicht unbedient besser ist, zeigte das Hinspiel. Nach einer eher mäßigen ersten Halbzeit steigerte sich die Paliatka-Elf und ergatterte im Mühlengrund beim 1:1 (0:1)-Unentschieden einen Punkt.

Kücükler habe sich derweil sehr gut in Steinbach eingelebt, wenngleich der Sprung von der Gruppen- zur Hessenliga sehr groß war. Trotzdem konnte sich der ehrgeizige Familienvater, der neben dem Training noch regelmäßige Einheiten im Fitnessstudio schiebt, im Team etablieren und steht nun bei 13 Ligaeinsätzen. „Ich habe das Ziel, das Bestmöglichste aus mir herauszuholen. Hätte ich mir das nicht zugetraut, hätte ich den Schritt nicht gewagt“, erklärt der Steinbacher, der sich in seiner neuen Heimat pudelwohl fühlt. „In der Mannschaft herrscht ein familiäres Verhältnis. Zudem bin ich sehr dankbar, dass der Trainer mir das Vertrauen schenkt. Ich möchte das Jahr genießen und mit dem Klassenerhalt krönen“, schließt Kücükler. Der nächste Schritt für dieses Ziel wären drei Punkte am Wochenende.

Autor: Michel Ickler

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