15.11.2019

O/Z nähert sich der Spitze an

Gruppenliga: Jäger-Elf nur noch drei Zähler hinter Hosenfeld

Oberzell/Züntersbachs Kilian Herbert (rot) schirmt den Ball vor dem Freiensteinauer Sebastian Sill ab. Foto: Oliver Müller

Das mit Spannung erwartete Kreisderby der Gruppenliga Fulda war eine sehr klare Angelegenheit für eine körperlich bärenstarke SG Oberzell/Züntersbach. Mit 1:5 geschlagen schickte die Elf von Trainer Michael Jäger die SG Freiensteinau zurück in den Vogelsberg.

Die Deutlichkeit des Erfolgs veranlasste Michael Jäger nicht zum Überschwang. Nüchtern stellte der Trainer der SG Oberzell/Züntersbach trotz mittlerweile nur noch drei Punkten Rückstand zur Tabellenspitze fest: „Das war nix Überragendes. Wir haben mehr Torchancen herausgespielt und deshalb, ohne zu glänzen, verdient gewonnen.“

Deutliche Worte fand der Coach des Verlierers: „Wir haben ohne Not zwei Elfer verursacht und schlicht unsere Hausaufgaben nicht gemacht. Ein Mangel an Positionstreue hatte zur Folge, dass es uns nicht möglich war, das Spiel von hinten heraus zu gestalten“, sagte Heiko Breitenberger und betonte: „Wir müssen lernen, uns mit unserem Spiel zu befassen und nicht mit dem des Gegners.“

Dass die Begegnung einen so deutlichen Sieger finden würde, war 35 Minuten lang unwahrscheinlich. Bis dahin hielten sich die Spielanteile die Waage. Freiensteinau besaß bis dato sogar die einzige Torgelegenheit, als Oberzell/Züntersbachs Keeper Robin Dorn beim Klärungsversuch an der Strafraumkante mit dem Standbein wegrutschte, den Ball nicht wie gewünscht traf und den SGF-Angreifern gleich eine Doppelchance eröffnete.

Die Richtung gaben fünf Minuten gegen Ende des ersten Spielabschnitts vor, in denen Oberzell/Züntersbach durch den Treffer von Simon Ankert, bei dem die SGF-Abwehr allzu zaudernd keinen guten Eindruck hinterließ, zunächst in Führung ging und durch den verwandelten Foulelfmeter von Johannes Statt das 2:0 nachlegte. Wie hochmotiviert die Jäger-Elf sich in dieser Begegnung gab, bewies das Verhalten von Benjamin Münch. Nach beiden Treffern brach der Routinier nicht etwa Jubel oder Lob aus, vielmehr schrie er seine Teamkollegen an, bloß nicht nachzulassen.

Nachdem Kevin Stribrny in der 63. Spielminute per Freistoß knapp den Anschlusstreffer versäumt hatte, fiel nur 90 Sekunden später die Entscheidung. Erneut wurde Simon Ankert im Strafraum gefoult, diesmal war Nils Höbeler der Übeltäter, Elfmeterschütze Mike Löffert hatte das Glück auf seiner Seite, denn Keeper Felix Kania war noch mit der rechten Hand am Ball.

Der Treffer zum 1:3 von Stefan Stramm weckte letztmals Hoffnungen bei der SGF, die Julian Müller per Kopf nach Freistoßvorlage von Johannes Statt aber nur 120 Sekunden später im Keim erstickte. In der Schlussminute setzte Mike Löffert mit dem 5:1 den Schlusspunkt.

Während die SG O/Z nun Anschluss zur Tabellenspitze gefunden hat, erlitt Freiensteinau nach zuletzt drei Auswärtssiegen seine höchste Saisonniederlage. Die beiden Sturmführer hatten zu Spielbeginn übrigens auf beiden Seiten gefehlt: Der angeschlagene Julian Ankert ersetzte erst in der Schlussphase seinen Bruder Valentin, bei der SGF fehlte Roland Lotz und damit eine wichtige Anspielstation in der Spitze, die den Ball auch mal behaupten kann, aus beruflichen Gründen zur Gänze.

Die Statistik:

SG Oberzell/Züntersbach: Dorn; P. Föller, K. Föller, Heil, Statt (88. Lingelbach) - Münch, J. Müller, Löffert, V. Ankert (69. J. Ankert) – Herbert, S. Ankert.
SG Freiensteinau: Kania; S. Krieg, S. Sill, Link, N. Höbeler – Schenk, Stramm, M Höbeler, Stribrny – Beikirch, Fischer (46. Lang)
Schiedsrichter: Marcus Klimek (SV Dirlos). Zuschauer: 240. Tore: 1:0 Simon Ankert (37.), 2:0 Johannes Statt (42., FE), 3:0 Mike Löffert (65., FE), 3:1 Stefan Stramm (81.), 4:1 Julian Müller (84.), 5:1 Mike Löffert (90.). / osl

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