15.01.2020

Schneiders Vaterfreuden machen TVB happy

A-Liga HEF/ROF: Nach halbem Jahr zurück

Lars Schneider will sein Team auch auf dem Platz unterstützen. Foto: Martin Pippert

So schnell kann es gehen: Vor der Saison musste Lars Schneider sein Traineramt beim TV Braach schweren Herzens abgeben. Aus beruflichen Gründen. Nun haben sich die Prioritäten verschoben – und Schneider kehrt schon zur Restrunde in sein altes Amt zurück. Zuvor hatte sich der A-Ligist nach einer schwachen Serie von Coach Frank Bergmann getrennt.

Rückblick: Aufgrund einer beruflichen Veränderung musste Schneider sein Amt zur Verfügung stellen, da er nur noch am Wochenende in der Region gewesen wäre. Da nun aber seine Frau das erste gemeinsame Kind erwartet, entschied sich Schneider komplett zurückzukehren. Er will weder die Endphase der Schwangerschaft noch die ersten Gehversuche seines Kindes verpassen. Und so kam in Windeseile eins zum anderen. Zögern musste Schneider nicht, wie er preisgibt: "Einzig mit meiner Frau habe ich lange gesprochen, sie war aber auch gleich einverstanden. Und, ganz ehrlich, wäre die zwischenzeitliche berufliche Veränderung nicht gewesen, wäre ich ja sowieso noch Trainer in Braach."

Den TVB hatte Schneider in den vergangenen Jahren sukzessiv nach vorne gebracht, den Sprung in die A-Liga geschafft und diese im Vorjahr auf Rang vier beendet – und in diese Gefilde wolle Schneider den Verein langfristig wieder führen. Sein Engagement ist vorerst für anderthalb Jahre ausgelegt. Diese Saison lief allerdings schleppend für die Braacher, die nur auf Rang elf liegen. Abstiegsnöte geistern allerdings nicht durch den Verein, schließlich beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge sieben Punkte. Dementsprechend gelassen tritt er nun seine Aufgabe an: "Natürlich wollen wir noch ein paar Punkte sammeln, aber uns vielmehr auf die kommende Saison vorbereiten, neue Ideen und Systeme verwirklichen. Da wird es auch Rückschläge geben. Aber erst einmal muss die Mannschaft wieder richtig fit werden, das habe ich als Manko ausgemacht. Priorität genießt allerdings die zweite Mannschaft, die auf gar keinen Fall in die C-Liga absteigen darf."

Dafür wurde der Kader deutlich verbreitert: Gleich vier Neuzugänge konnte Schneider aus dem Hut zaubern, dazu wird er auch selbst wieder die Schuhe schnüren. Daniel Schmidt kehrt nach einer halben Serie von der SG Rotenburg/Lispenhausen zurück. Torhüter Christian Nieske ist Schneiders Cousin und wurde von der SG Heinebach/Osterbach losgeeist. Schneider und Nieske spielte sowohl in Rotenburg als auch in Heinebach viele Jahre gemeinsam. Der junge Innenverteidiger Christoph Reyer (FSG Bebra) und der flexible Außenbahnspieler Eduard Petko (FC Real Espanol Bebra) komplettieren das Quartett.

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