HSV

HSV bleibt auch beim nächsten Trainer unter sich

Verbandsliga: Johannes Helmke steigt zum Chef auf / Simon Grosch bleibt Co-Trainer

19. Januar 2020, 18:15 Uhr

Abteilungsleiter Mario Rohde (links) und Vorsitzender Lothar Mihm (rechts) posieren mit dem ab Sommer zuständigen Trainerteam Johannes Helmke (Zweiter von links) und Simon Grosch. Foto: Siggi Larbig

Der Hünfelder SV lässt die Katze aus dem Sack: Der 33-jährige Johannes Helmke wird ab Sommer das Amt des Cheftrainers der ersten Mannschaft übernehmen, die sich unter dem scheidenden Coach Dominik Weber auf Hessenliga-Kurs befindet.

Überraschend kam die Nachricht nicht wirklich, denn bereits bei Helmkes Vorgängern Oliver Bunzenthal (2006 bis 2013) und Weber (seit 2013) setzte der HSV auf eine interne Lösung. Bunzenthal war zuvor Führungsspieler, Weber gar langjähriger Kapitän. Beide hatten bis dato keinerlei Trainererfahrung. Die bringt Helmke, gebürtiger Steinbacher, aber bereits seit 2007 im Verein, mit. Seit zweieinhalb Jahren trainiert er die Reserve, die er im Sommer in die Gruppenliga führte und auch gute Chancen besitzt, diese dort zu halten.

Der Verein erklärte in seiner Pressenotiz, dass Helmke die HSV-DNA verinnerlicht habe, sowie Strukturen und handelnde Personen bestens kenne, außerdem erfülle er das bei der vorherigen Trainersuche gesteckte Profil: „Der Hünfelder Sportverein braucht einen Trainer, der inhaltsstark und nachhaltig arbeitet und weiß wie junge Spieler sowohl menschlich als auch sportlich weiterentwickelt werden.“ Helmke erfülle diese Maßgaben und sei deswegen erste und beste Wahl für die vakante Position. Weber hatte Ende November erklärt, in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Wie unter Weber wird der 31-jährige Simon Grosch das Amt des Co-Trainers ausfüllen, das er seit Sommer innehat. „Er interpretiert diese Rolle hervorragend und trägt maßgeblichen Anteil am sportlichen Erfolg“, erklärt der Verein unter Federführung des Vorsitzenden Lothar Mihm und Abteilungsleiter Mario Rohde. Die Kontrakte sind zunächst auf eine Saison befristet und gelten ligaunabhängig.

Personalplanungen werden angeschoben

Verkündet hatte der Verein seinen Spielern die Nachricht bei der traditionellen Winterwanderung am Samstag. Helmke musste dabei auch sein aktuelles Team informieren, dass dies in der kommenden Serie einen neuen Trainer erhalten wird. „Und für mich steht bis zum Sommer sportlich auch fast ausschließlich die zweite Mannschaft im Fokus, die Jungs liegen mir sehr am Herzen.“ Dennoch kündigt er Einzelgespräche mit jedem Spieler des aktuellen Kaders an. Für Helmke war die Entscheidungsfindung eine relativ leichte, „die ich aber natürlich erst mit meiner Frau abgesprochen habe“. Der B-Lizenz-Inhaber freue sich schon jetzt auf die neue Aufgabe, auf der ein deutlich höheres Augenmerk als auf seinem bisherigen Job liegen würde. Jeden Stein wolle er ab Sommer nicht umdrehen, „vielmehr die erfolgreiche Arbeit von Dominik fortführen.“

Gemeinsam mit Helmke sollen nun die Personalplanungen vorangetrieben werden, wie Rohde auf Nachfrage erklärt. Passend zum Weg des Vereins, werde es allerdings voraussichtlich nicht die ganz großen Veränderungen geben. „Wir befinden uns aktuell auf Aufstiegskurs. Ich wüsste nicht, weshalb uns ein Spieler verlassen sollte, aber natürlich wird es auch im Sommer die ein oder andere Veränderung geben“, sagt Rohde. Im Winter zumindest werde nichts mehr passieren: Offensivgeist Daniel Kornagel (Australien) und Torwart Jonas Hosenfeld (Nüsttal) sind weg, Torwart Fabian Brunner (Festspielstadt) neu, dazu steht Innenverteidiger Franz Faulstich nach mehrmonatigem USA-Aufenthalt wieder zur Verfügung.

Noch ungeklärt ist Helmkes Nachfolge als Trainer des Gruppenliga-Teams. „Der eine der Trainer ist gefunden, der andere dafür vakant, so ist nunmal das Leben“, sagt Rohde und macht sich mit der Suche des Nachfolgers genauso wenig Stress wie zuletzt. „Auch bei unserer zweiten Mannschaft setzen wir ähnliche Maßstäbe an, wobei wir da auch in Richtung Spielertrainer offen sind. Gesucht wird die beste Lösung“, erklärt Rohde.

Autor: Johannes Götze

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