Umbruch

Bis zu 14 Transfers kann es in Neuhof geben

Hessenliga: Vier Stammspieler sind weg, zwei Neue schon da, weitere werden gehandelt

24. Januar 2020, 14:46 Uhr

Bald wieder Teamkollegen? Radomir Vlk (rechts) könnte bald mit Radek Görner das Neuhofer Trikot überstreifen. Foto: Kevin Kremer

Nach einer bescheidenen Hinrunde steht bei Hessenligist SV Neuhof der bereits angekündigte personelle Einschnitt an. Zwar ändert sich nichts auf der Trainerposition, dafür hat sich auf Spielerebene schon einiges getan – und viel wird noch passieren.

Mit Neven Vujica, Josip Bagaric, Ivan Mamusa und Aleksandar Anastasov haben sich vier Stammspieler verabschiedet, alle zieht es aus beruflichen oder privaten Gründen ins Ausland beziehungsweise aus der Region weg. Mit Carlo Yanez (Probetraining bei Sandhausen II) und Fabian Wozniak (Umzug nach Kirchheim) wackeln zwei weitere Akteure, zudem ist Antonio Antoniev ein Wechselkandidat, der allerdings in der Fuldaer Region bleiben möchte. „Ich kann aber sagen, dass wir in unserer Lage keinen Spieler an einen Verein aus unserer Region abgeben. In Neuhof steht die Tür für Antonio offen“, betont Trainer Alexander Bär.

Mit Offensivmann Danu Bojii (ehemals Barockstadt II) und Rechtsverteidiger Tedi Uvodic (Schweiz) stehen zwei Zugänge fest, zudem gibt es zahlreiche Trainingsgäste beim heutigen Vorbereitungsstart. Neben Spielern aus dem europäischen Ausland werden in der Region bekannte Namen gehandelt, wenngleich es in Sachen Freigabe im Winter ein Veto der abgebenden Clubs geben könnte. Dazu zählen der bereits erwähnte Dittlofrod/Körnbach-Angreifer Hadeer Fattah sowie Nikola Milankovic und Radomir Vlk. Erstgenannter spielte Hessenliga bei Borussia Fulda und Lehnerz vor deren Fusion und zuletzt in Seligenstadt, Vlk hat eine Neuhofer Vergangenheit und war in der Vorrunde für Bad Soden am Ball.

„Bis zu sieben Abgänge kann es geben, entsprechend viele neue Spieler könnten dazustoßen“, erklärt Bär, der weiterhin das Traineramt bekleiden wird. Aus einfachem Grund: „Ein dritter Trainer in einer Saison gibt nicht unbedingt Sicherheit, sondern sorgt eher für noch mehr Unruhe“, so der letztjährige Meistertrainer, der sich im vergangenen Sommer eigentlich schon ins zweite Glied zurückgezogen hatte, um im September dann für Valentin Plavcic zu übernehmen.

„Damals habe ich ein Fitnessproblem festgestellt und gesehen, dass sich kein richtiger Teamgeist entwickelt hat“, lässt der 48-Jährige durchblicken, worauf der Schwerpunkt in der Vorbereitung liegen wird. Und obwohl die Lage als Vorletzter fast aussichtslos erscheint, sagt Bär: „Schon vor zwei Jahren standen wir im Winter mit dem Rücken zur Wand, haben dann aber den Kader umgekrempelt und eine tolle Restrunde gespielt. Vielleicht ist es unsere Chance, dass niemand auf uns setzt, ansonsten fallen wir in die Verbandsliga aber weich.“

Die Testspiele in der Übersicht

Sonntag, 26. Januar, 14.30 Uhr: SV Zeilsheim

Samstag, 1. Februar, 16 Uhr: FC Britannia Eichenzell

Samstag, 8. Februar, 18 Uhr: FC Gießen II

Sonntag, 16. Februar, 13 Uhr: SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II

Sonntag, 23. Februar, 13 Uhr: SG Herpfer SV 07

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