02.03.2020

"Die Leidenschaft macht uns stark"

Flieden nach Vellmar-Sieg heiß auf Johannesberg

Fabian Schaub (Bildmitte) setzt sich hier gegen Vellmars Keeper Schlöffel und Innenverteidiger Wagener durch. Foto: Ralph Kraus

Auf den Tag genau ein halbes Jahr hat Fabian Schaub verletzt pausieren müssen. Nun hat er sich mit dem goldenen Tor beim 1:0-Auswärtssieg von Buchonia Flieden über den OSC Vellmar eindrucksvoll zurückgemeldet.

Drei Minuten nach der Pause machte Schaub nach einem langen Abschlag durch Torwart Lukas Hohmann den einzigen Treffer des Tages auf dem Kunstrasen an der Obervellmarer Straße. Es war insgesamt ein verdienter Sieg der Buchonen, die vor allem vor der Pause ein bärenstarkes Spiel ablieferten und schon hier hätten führen müssen. Unter anderem traf Schaub den Pfosten (10.). Vellmar lief lange Zeit nur hinterher, kam aber kurioserweise nach dem Führungstor von Flieden besser ins Spiel. „Das war so nicht geplant. Wir haben uns nicht bewusst zurückfallen lassen“, wunderte sich Trainer Zlatko Radic, der seiner Mannschaft ein dickes Lob zollen musste. „Wir haben vor der Pause sehr hoch gestanden, weil wir Vellmar nicht das Spiel machen lassen wollten. Es war uns aber bewusst, dass wir mit dieser Spielweise schon ins Risiko gehen. Aber das hat super geklappt.“

Das Vellmar später besser ins Spiel kam und durchaus Räume hatte, sah Radic gemischt. „Das waren alles Räume, die für uns nicht gefährlich waren. Die prekären Räume haben wir top zugemacht“, so seine Analyse. Bemerkenswert: Flieden glänzte als Einheit. Kein Spieler ragte sonderlich heraus, aber keiner fiel ab. „Wir waren alle läuferisch stark, haben klasse gekämpft und die Leidenschaft gezeigt, die Flieden schon immer stark macht. Flieden ist ja dafür bekannt, dass man seine Spiele mit einer körperbetonten Spielweise gewinnt und genau das haben wir einwandfrei umgesetzt“, so Radic, dem mit Aaron Neu (Schambeinentzündung), Nico Hohmann, Marc Röhrig (beide Grippe) und Luca Gaul (letztmals gesperrt) vier Mann fehlten.

"Hohmann, Röhrig und Gaul sind nächsten Samstag gegen Johannesberg aber alle wieder zurück. Dann haben wir noch mehr Auswahl im Kader und werden dadurch hoffentlich noch stärker", glaubt Radic, der das Heimspiel gegen die Elf von Zeljko Karamatic trotz der zur befürchtenden Witterung unbedingt durchziehen will. "Schließlich haben wir einen Kunstrasenplatz zur Verfügung. Wir sind jetzt im Rhythmus. Das sollten wir auch bleiben."

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