05.03.2020

"Das wäre das Kontrastprogramm"

Paliatka glaubt am Samstag nicht an Fußball

Sollte im Mühlengrund gespielt werden, steigt das Spiel gegen Stadtallendorf ohne Petr Kvaca. Foto: Charlie Rolff

Nicht unüblich ist, dass der SV Steinbach zu dieser Jahreszeit in Schieflage mit seinen Spielen ist, weil auf dem heimischen Mühlengrund Spielausfälle programmiert sind. In dieser Saison hält sich dies mit bis dato zwei Absagen in Grenzen. Nicht unwahrscheinlich ist, dass am Samstag eine weitere hinzukommt, denn um die Austragung der Partie gegen Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf um 15 Uhr ist es schlecht bestellt.

"Ich kann nicht sagen, wie der Platz ganz genau aussieht, weil ich am Dienstag das letzte Mal auf ihm gewesen bin. Aber Fakt ist, dass er sehr nass und uneben ist", gab SVS-Trainer Petr Paliatka seine Einschätzung am Donnerstagmittag preis und geht davon aus, dass am Freitag eine finale Entscheidung fallen dürfte. Fällt diese beinahe wie erwartet, nämlich mit der dritten Absage nach den Heimspielen gegen Ginsheim (wurde schon nachgeholt) und Hadamar (findet am Ostersamstag statt), aus, würde sich Paliatka ärgern, "weil wir jetzt im Rhythmus sind. Den würden wir gerne beibehalten."

Sollte doch gespielt werden, sieht Steinbachs Trainer keinen Vorteil aufgrund des schwierigen Geläufs: "Das ist doch immer so. Auf schweren Böden gibt es viel mehr Standards und lange Bälle. Und Stadtallendorf ist mit Felix Nolte ganz vorne oder Kevin Vidakovics in der Innenverteidigung hervorragend im Luftkampf aufgestellt." Steinbach müsste somit über andere Tugenden ins Spiel finden, den Kampf annehmen, sich den Zweikämpfen hingeben. "Fußball wird es bei diesem Spiel keinen schönen zu sehen geben. Das wäre für uns genau wie für Stadtallendorf das totale Kontrastprogramm zu den bisherigen Begegnungen", weiß Paliatka, schließlich spielten beide Teams bis dato nur auf Kunstrasen.

Während Steinbach nach der Niederlage in Ginsheim zumindest einen Punkt aus Griesheim mitbrachte, steht Stadtallendorf erst bei einer Partie – und die ging beim KSV Baunatal mit 2:3 in die Binsen. Dementsprechend gerät der Primus schon ein wenig unter Zugzwang, denn die Konkurrenz um Hessen Kassel, Barockstadt, Eddersheim oder Ginsheim befindet sich in Lauerstellung. Steinbach muss am Samstag auf die gesperrten Petr Kvaca und Alin Neacsu verzichten.

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