01.04.2020

Brendel bleibt Trainer beim FSV

Regionalligist beklagt Einnahmeausfälle von 140.000 Euro

Bleibt auch in schwierigen Zeiten FSV-Trainer: Thomas Brendel. Foto: Charlie Rolff

Vor ziemlich genau einem Jahr übernahm Sportdirektor Thomas Brendel den FSV Frankfurt interimsmäßig und führte den Regionalligisten zum Klassenerhalt. Seitdem ist der Ex-Borussen-Coach auf dem Trainerstuhl sitzengeblieben – und bleibt dort wohl bis mindestens 2021.

Denn nach Informationen der FAZ hat sich der 43-Jährige mit den Verantwortlichen darauf verständigt, auch in der kommenden Saison Trainer beim FSV zu bleiben. „Wir sind von ihm überzeugt – als Trainer und als Mensch“, hatte Vereinspräsident Michael Görner schon vor kurzem gesagt. Brendel, der von Oktober 2015 bis Oktober 2017 Hessenliga-Coach bei Borussia Fulda war, liegt mit den Bornheimern zurzeit auf dem zwölften Tabellenplatz, der eine weitere Saison Regionalliga-Fußball garantieren würde.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der ehemalige Zweitligist momentan aber große finanzielle Einbußen zu verzeichnen – ähnlich wie beispielsweise Ligakonkurrent Kickers Offenbach. Nach aktuellem Stand beklagen die Frankfurter Einnahmeausfälle in Höhe von rund 140.000 Euro, schreibt die FAZ. Allein die Hälfte kommt dadurch zustande, dass die Fußballschule in den Osterferien abgesagt werden musste.

Für alle Mitarbeiter der Fußball GmbH und des eingetragenen Vereins sowie für die Regionalliga-Spieler wurde deshalb Kurzarbeit beantragt. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir diese Phase überstehen werden“, sagte Görner der FAZ. Einen „finanziellen Kollaps“ könne in der jetzigen Zeit allerdings keiner ausschließen. „Nach unserer Insolvenz waren wir gerade dabei, den FSV richtig gut nach vorne zu bringen.“ Das sei jetzt „ein herber Rückschlag“, so Görner.

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