Thalau hält Resultat lange im Rahmen

30 Minuten vor Anpfiff waren die Eingangstüren schon dicht

04. August 2020, 20:35 Uhr

Munir Tekleyes (rechts) unterlag dem FSV Frankfurt um den ehemaligen Borussen Dennis Mangafic mit 0:5. Foto: Charlie Rolff

Verbandsliga-Neuling FSV Thalau hat sich im Testspiel gegen den zwei Klassen höher spielenden Regionalligist FSV Frankfurt ordentlich aus der Affäre gezogen. Viel fürs Spiel konnten die Thalauer zwar nicht tun, aber das Ergebnis hielt sich beim 0:5 (0:2) lange Zeit absolut im Rahmen.

Das Hygienekonzept war das erste große Thema des Abends: Eine Ausnahmegenehmigung für mehr Zuschauer wurde nicht genehmigt. Und so wurde es frühzeitig eng. Bereits 40 Minuten vor dem Anstoß (verspätet um 19.10 Uhr) waren die 250 zugelassenen Beobachtungsplätze (für Schiedsrichter, Spieler, Betreuer, Funktionäre, Helfer und Zuschauer) allesamt vergeben. Etliche Interessierte mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren.

Thalaus Trainer Meik Voll nutzte den Abend, um einerseits einem jungen Kerl wie Nachwuchs-Keeper Robin Sauer und einem altgedienten wie Sebastian Wahl einen kurzen Auftritt zu gönnen. Dazu sollte Moritz Müller zum „Abschied“ nochmal für eine Halbzeit ran. Weil sich aber Neuzugang Sebastian Schmidt früh den Oberschenkel zerrte, kam Müller bereits nach fünf Minuten, spielte bis kurz vor Ende, ehe er unter dem Beifall der Thalauer Anhänger wieder vom Feld ging. „Ihn hätte ich sehr gerne behalten. Er würde uns in der Verbandsliga helfen“, so Voll. Müller hat seine Laufbahn beendet.

Im Spiel an sich hatte der FSV wie erwartet deutliche Feldvorteile. Der Ballbesitz vor der Pause dürfte bei locker 70, 80 Prozent gelegen haben. Eine echte Möglichkeit hatte Thalau nicht. Weil die Bornheimer aber bei aller Überlegenheit nur wenige Abschlüsse verbuchen konnten, stand es nach 45 Minuten aus Thalauer Sicht ordentlich „nur“ 0:2.

Direkt nach dem Wechsel hatte die Elf von Meik Voll ihre dicke Möglichkeit, als erst Kalis an FSV-Keeper Kenan Mujezinovic (früher Borussia Fulda) scheiterte, ehe die Bogenlampe im Nachschuss von Florian Storch nur knapp vorbei ging (49.). Das am Ende ein 0:5 stand, damit konnte Thalaus Trainer Meik Voll leben: „Ich bin zwar niemand, dem das Ergebnis egal ist, aber wir haben uns gut verkauft. Viel mehr konnte man zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwarten.“

Die Statistik:

FSV Thalau: Herber (85. Sauer); Schmidt (5. Müller, 81. Wahl), Mötzung (46. Leinweber), Fischer (46. Müglich), Zimmer (78. Kress), Weichlein, Piechutta, Storch, Weigel (46. Koch), Kalis.
FSV Frankfurt: Endres (46. Mujezinovic); Burcu (46. Sejdovic), Sierck, Williams (70. Imek), Burdenski (46. Hirst), Darwiche (70. Lüders), Mangafic, Häuser, Azaouagh (60. Kelati), Güclü (60. Alawie).
Schiedsrichter: Joshua Herbert (Schwarzbach).
Zuschauer: 250 (ausverkauft).
Tore: 0:1 Arif Güclü (14.), 0:2 Fabian Burdenski (29.), 0:3 Emir Sejdovic (73.), 0:4 Emir Sejdovic (78.), 0:5 Demyan Imek (87.).

Autor: Ralph Kraus

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