Wie geht es beim Primus weiter?

Barockstadt plant zweigleisig

14. Januar 2021, 10:00 Uhr

Etwaigen Neuzugängen wollen Volker Bagus und dessen Vorstandskollegen der SG Barockstadt die Hand reichen. Foto: Charlie Rolff

Seit Sonntag steht mit Sebastian Sonnenberger, der Spielertrainer bei Verbandsligist Eichenzell wird, der erste Abgang der SG Barockstadt fest. Wie läuft darüber hinaus die Planung beim Hessenliga-Primus? Vorstandsmitglied Volker Bagus gibt Auskunft.

„Wir sind nicht untätig. Corona macht die Situation schwierig, da man sich mit Spielern momentan kaum treffen kann und wir grundsätzlich persönliche Gespräche vorziehen. Aber wir sind optimistisch, Ende Januar die ersten Neuigkeiten verkünden zu können“, betont Bagus. Priorität haben zunächst die Gespräche mit den eigenen Spielern. Begonnen haben diese noch nicht. „Wir müssen erst festlegen, wie wir diese Gespräche führen wollen.“

Fakt ist: So schön die sportliche Situation als Hessenliga-Tabellenführer mit guten Aufstiegschancen in die Regionalliga auch ist – die Planungen für die neue Saison werden dadurch nicht einfacher. „Wir müssen zweigleisig planen. Die Hessenliga ist erst einmal das, was wir sicher haben. Dir Regionalliga wäre aber natürlich sportlich reizvoll“, erläutert Bagus. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es Hessenliga-Meister in der höheren Spielklassen häufig schwer haben, der Unterschied zwischen beiden Ligen ist groß. „Es wird sich auf jeden Fall etwas am Kader ändern. Das ist aber ein ganz normaler Vorgang.“

Bei Sebastian Sonnenberger müssen die Verantwortlichen nicht mehr nachfragen, den Stamm-Innenverteidiger zieht es als Spielertrainer nach Eichenzell. Der 29-Jährige erklärte seine Entscheidung damit, dass ihn ein möglicher Sprung in die Regionalliga nicht mehr reize und er den Fokus eher in Richtung Job und Familie legen möchte. Ein Warnsignal für die SGB-Funktionäre. Denn mit Patrick Schaaf, Markus Gröger und Dennis Müller sind Schlüsselspieler in ähnlichem Alter, bei denen sich die Prioritäten nach und nach verschieben. „Die Gefahr besteht immer, dass Spieler den Verein verlassen. Viele sind aber so mit dem Verein verwurzelt, dass sie bleiben werden“, unterstreicht Bagus.

Wird Grösch der Sonnenberger-Ersatz?

Einen Vertrag für die kommende Spielzeit haben momentan nur sechs Spieler: Torwart Tobias Wolf und die Angreifer Dominik Rummel sowie Marcel Trägler sind unumstrittene Leistungsträger, Ersatzkeeper Benedikt Kaiser, Innenverteidiger Felix Schütz und Offensivmann Hüseyin Cakmak Akteure aus der zweiten Reihe; „Wir dürfen die Augen vor externen Spielern nicht verschließen“, weiß deshalb Bagus. Namen möchte das Vorstandsmitglied keine kommentieren.

Spieler aus der Region, die sich schon auf Regionalliga-Niveau empfohlen haben, gibt es jedenfalls. Jenas Marius Grösch könnte Sonnenberger in der Innenverteidigung hochwertig ersetzen. Der Vertrag des Eichenzellers läuft aus, in seiner Heimat könnte der 26-Jährige kommende Saison auf gleichem Niveau wie bei Carl-Zeiss spielen. Auch der Elterser Moritz Reinhard, der bei Kickers Offenbach in dieser Spielzeit erst zweimal zum Einsatz kam, könnte für den Angriff eine Option sein.

Und wie sieht es auf der Trainerposition aus? Sedat Gören, seit Oktober 2018 im Amt, hat nur noch Vertrag bis Sommer. Gründe, etwas zu verändern, bestehen nach der tollen bisherigen Saison aber kaum. Mit einer Vertragsverlängerung des 49-Jährigen ist in wenigen Wochen zu rechnen.

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