"Wir wissen von nichts"

Gerücht: Dreieich verkauft Startrecht an die Eintracht

30. November 2021, 12:50 Uhr

Auch das Stadion soll laut WhatsApp schon verkauft sein. Dran ist nichts, sagt der SC Hessen. Foto: Ralph Kraus

Der SC Hessen Dreieich hat sich mit zuletzt vier Siegen in Folge gefangen und steht als Play-off-Teilnehmer der Hessenliga fest. Da kommt ein Gerücht über die Aufgabe des Startrechts in der Hessenliga zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Am Montag drehte eine unzählige Male weitergeleitete WhatsApp die Runde, die auch die Torgranate-Redaktion erreichte. In dieser heißt es wörtlich: „Hessen Dreieich hat ihr Startrecht in der Hessenliga an die Eintracht verkauft. Das Stadion und alles auch. Also nächste Saison Eintracht Frankfurt U23 in der Hessenliga. Dafür fusioniert Dreieich mit Rot/Weiß Frankfurt und geht in die VL“. Der Urheber der Nachricht ist der Torgranate-Redaktion nicht bekannt.

Dass Hessen Dreieich schon immer einen gewissen Draht zu Bundesligist Eintracht Frankfurt besitzt, ist bekannt. Früher hießen die Macher Rudi Bommer oder Karl-Heinz „Charly“ Körbel, heute ist Patrick Ochs der sportlich Verantwortliche. Alle haben bei der Eintracht Fußspuren hinterlassen. Vielleicht wurde deshalb die WhatsApp initiiert, die längst beim SC Hessen die Runde gemacht hat. „Wir kennen die WhatsApp, wissen aber von nichts“, sagt Dreieichs Medienverantwortlicher Tobias Weis und nimmt somit dem Gerücht den Wind aus den Segeln.

Und auch rein satzungstechnisch ist die florierende WhatsApp an den Haaren herbeigezogen: Denn eine Spielgemeinschaft – wie angeklungen – oberhalb der Kreisoberliga nicht möglich. Dreieich und Rot-Weiss Frankfurt könnten also nicht einfach als Spielgemeinschaft antreten. Zudem können Profivereine, so wie die Eintracht, mittlerweile einen Antrag stellen, um eine Zulassung für eine U23 oberhalb der Kreisebene zu erhalten, weswegen eine Kooperation mit Dreieich in diesem Falle gar nicht unbedingt vonnöten wäre.

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