05.12.2018

„16 Rote Karten sind bedeutend zu viel“

Restrundentagung der KOL Süd: Scharfe Kritik von Pfeiffer

Dietmar Pfeiffer rief seine Vereine auf der Rückrundentagung zur Räson. Archivfoto: Karl-Heinz Weinel

In nur 45 Minuten hat Schlüchterns Kreisfußballwart und Klassenleiter Dietmar Pfeiffer die Restrundenbesprechung der Kreisoberliga Süd in Sportlerheim des SV Schweben abgewickelt.

Zwar sprach der Ligachef von einer „positiven Runde“, doch damit meinte er wohl die aufgrund des trockenen Wetters reibungslose Durchführung der Spiele. Denn nur eine einzige Partie musste er ins neue Kalenderjahr übernehmen, jene zwischen dem VfL Lauterbach und der SG Huttengrund, die wegen der Kopfverletzung des Huttengrunder Spielers Edin Omerovic abgebrochen werden musste.

Eitel Sonnenschein war in der Pfeifferschen Liga jedoch nicht überall. „16 Rote Karten sind für mich bedeutend zu viel, vor allem wenn man bedenkt, dass wir vergangene Runde nach 30 Spieltagen lediglich 17 dieser Platzverweise zu beklagen hatten“, übte Pfeiffer Kritik. Auch die Anzahl Gelb-Roter Karten (47 aktuell, 64 in der gesamten Spielzeit 2017/18) scheint in der KOL Süd „unbeliebte Hochkonjunktur“ zu haben.

Mit Hochachtung sprach Pfeiffer über den VfL Lauterbach: „Aufgrund personeller Probleme hat der Verein über 50 Jahre alte Spieler reaktiviert und alle Spiele ausgetragen.“ Pfeiffers Worten folgte der uneingeschränkte Applaus der Vereinsvertreter. Diese müssen damit rechnen, dass es Ende Mai (letzter Spieltag ist Samstag, der 25. Mai) aus jetziger Sicht voraussichtlich drei Direktabsteiger geben wird.

Auch hob Dietmar Pfeiffer die Bedeutung der Schiedsrichter in den Vereinen hervor: „Ladet sie zu Feierlichkeiten der Mannschaft ein, sie gehören dazu.“ Pfeiffer und Schiedsrichteransetzer Herbert Röll appellierten, stets beruhigend auf Zuschauer einzuwirken, wenn diese den Unparteiischen über die Maßen und unter der Gürtellinie kritisierten.

Auch Einzelrichter Thomas Schilling nannte die hohe Anzahl Roter Karten „erschreckend“. In fünf Fällen seien Tätlichkeiten die Ursache der Feldverweise gewesen. Zudem berichtete Schilling von zahlreichen Sonderberichten der Schiedsrichter aufgrund undisziplinierten Verhaltens von Zuschauern, die zum Teil auch Geldstrafen nach sich zogen.

Das Titelrennen in der Kreisoberliga Süd um den Aufstieg in die Gruppenliga dürfte ein Dreikampf zwischen dem seit 14 Spielen ungeschlagenen Tabellenführer SG Freiensteinau (37 Punkte), der SG Kressenbach/Ulmbach (36) und der SG Rückers (35) werden. Pikanterweise treffen Rückers und Kressenbach/Ulmbach bereits zum Restrundenauftakt am 10. März aufeinander. Zwei Wochen später steht unter Umständen in der Begegnung der SG Freiensteinau mit Rückers gar frühzeitig eine gewisse Vorentscheidung im Meisterschaftskampf bevor. In die A-Liga absteigen wird wohl der noch punktlose VfL Lauterbach, auch für den Vorletzten, die SG Stockhausen/Blankenau, sieht es nicht gut aus. / osl

Die ersten Spiele 2019:

Freitag, 8. März, 19 Uhr:
Lauterbach – Huttengrund

Samstag, 9. März, 16 Uhr:
Steinau – Gundhelm/Hutten

Sonntag, 10. März, 15 Uhr:
Lauter – Flieden II
Freiensteinau – Huttengrund
Magdlos – Stockhausen/Blankenau
Mittelkalbach – Löschenrod
Lauterbach – Bad oden II
Vogelsberg – Schweben
Rückers – Kressenbach/Ulmbach

Sonntag, 17. März, 15 Uhr:
Gundh./Hutten – Freiensteinau
Rückers – Steinau
Schweben – Kressenbach/Ulmbach
Bad Soden II – Vogelsberg
Flieden II – Lauterbach
Löschenrod – Lauter
Stockh./Blankenau – Mittelkalbach
Huttengrund – Magdlos

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