20.04.2019

18.313 Zuschauer gilt es zu toppen

Ostermontag soll in Geschichtsbücher einziehen

Sebastian Schmeer (in rot) gibt zu, dass er die Idee des Rekordspiels anfangs belächelt hat, hat seine Meinung jedoch längst revidiert. Foto: Steffen Kollmann

Flashmob in der Innenstadt, Traditionsspiel, Kinowerbung, Plakat-Aktionen, Medienpartnerschaften. Selbst bei Campino, dem Frontmann der Toten Hosen, fragten die Organisatoren des „Rekordspiels“ des KSV Hessen Kassel ganz unverhohlen an, holten sich jedoch eine Absage für eine spezielle Halbzeitshow ab. Nichts lässt das Orga-Team unversucht, um am Ostermontag (15 Uhr) mehr als 18.313 Zuschauer ins Kassler Auestadion zu locken. Gelingt dies, würde ein Besucher-Weltrekord für ein Amateurfußballspiel aufgestellt werden. Gegner im Hessenligaspiel wird Nachbar KSV Baunatal sein.

Die auf den ersten Blick irre Idee hatten KSV-Vorstandsmitglied Daniel Bettermann und KSV-Geschäftsstellenleiter Michael Krannich bereits im vergangenen Sommer. Im November machten sie ihr Vorhaben offiziell. Erkundigten sich beim Deutschen Fußball-Bund, wer denn bislang Rekordhalter ist und stellten fest, dass Waldhof Mannheim beim Viertliga-Aufstieg 2011 gegen den FV Illertissen stolze 18.313 ins Carl-Benz-Stadion locken konnte. Da das Auestadion eine Kapazität von 18.750 Zuschauern ausweist, war klar, dass das Vorhaben zumindest in der Theorie machbar wäre. Baunatal war schnell im Boot. Das Spiel wurde anschließend bewusst auf einen Tag gelegt, an dem der Fußball in Nordhessen ruht.

Nun also schickt sich der KSV an, einerseits ganz wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei einzustreichen und andererseits den Rekord aufzustellen. Auf dem Platz werden dabei auch ein paar Gesichter stehen, die in Osthessen bekannt sind: Für den Gastgeber verteidigt der gebürtige Hersfelder Luis Allmeroth, der es auf 17 Saisoneinsätze bringt. Abwehrpartner ist Ingmar Merle, der einst bei Borussia Fulda spielte und längst eine Identifikationsfigur der Kassler ist. Zehn Saisontore, die meisten durch seine gefürchteten Standards, bringt der 29-Jährige in die Statistik ein. Zweistellig traf außerdem nur Sebastian Schmeer, der ebenfalls für Borussia spielte und ebenfalls ein Publikumsliebling der treuen Löwen-Fans ist. 14 Tore steuerte er bis dato für Platz zwei bei.

Schmeer: "Zunächst belächelt"

Schmeer gibt zu, „dass ich die Idee erst belächelt habe, nun aber sagen darf, dass es schon Wahnsinn ist, was der KSV da bis jetzt auf die Beine gestellt hat“. Für den Vollblutstürmer steht der Rekord aber nicht im Mittelpunkt des Spiels: „Für uns Spieler ist das keine einfache Situation, weil wir die Punkte für Platz zwei brauchen und eigentlich nur verlieren können.“ Den Rekord würde er daher sofort gegen einen Sieg eintauschen, wobei ich hoffe, dass beides klappt“.

In den vergangenen Wochen sei es für die Mannschaft schwierig gewesen, mit dem Hype um das Rekordspiel umzugehen, „da über unsere anderen, genauso wichtigen Spiele gar nicht mehr gesprochen wurde, wir die Aufgaben aber zum Glück trotzdem alle lösen konnten“. Der Frielendorfer selbst musste zuletzt wegen eines Faserrisses eine Pause einlegen, wird am Montag allerdings dabei sein können

Tickets

Stehplatztickets sind noch in ausreichender Zahl vorhanden. Es sind darüber hinaus noch wenige Resttickets im Sitzplatzbereich verfügbar. Diese Karten sind im Fan Point Kassel zu erwerben.

Eine Übersicht über die Vorverkaufsstellen gibt es online: https://www.ksvhessen.de/tickets/vorverkaufsstellen/ .

Ebenfalls erhältlich sind die Tickets im Ticketshop: https://tickets.ksv-hessen.de/C/rekord Die Tickets gelten für den einmaligen Besuch im Auestadion und verlieren beim Verlassen des Stadions die Gültigkeit. Die Tickets werden beim Einlass auf Gültigkeit durch eine elektronische Erfassung kontrolliert. Tickets können nur einmal für einen Einlass genutzt werden. Bei print@home-Tickets gilt das zuerst gescannte Ticket als Eintrittskarte. Weitere Scans werden fehlschlagen.

Autor: Johannes Götze

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