19.05.2020

20 Teams in der Hessen-, 18 in der Gruppenliga

Einige Spielklassen werden deutlich größer

Barockstadt (links: Dominik Crljenec, rechts: Patrick Schaaf) und Neuhof (Carlo Yanez) werden in der wohl 20 Teams starken Hessenliga antreten. Foto: Charlie Rolff

Die fehlenden Absteiger sorgen dafür, dass viele Ligen in der kommenden Saison deutlich größer werden. Und auch die Klasseneinteilung könnte trotz weniger Veränderungen die ein oder andere Diskussion erzeugen.

Hessenliga

Es ist damit zu rechnen, dass die Klasse von 18 auf 20 Teams aufgestockt wird. Verlassen wird die Liga voraussichtlich nur Meister Eintracht Stadtallendorf. Der Zweite Hessen Kassel wird trotz bereits angedrohter Klagen wohl auf der Strecke bleiben – es ist kaum damit zu rechnen, dass die potenziellen Relegations- und Aufstiegsspielteilnehmer eine Chance erhalten, in die höhere Spielklasse zu gelangen, da die Teilnehmerzahl in den überregionalen Ligen sonst noch größer wird. Neu in die Hessenliga kommt von unten der Hünfelder SV (Meister Verbandsliga Nord), der SV Zeilsheim (Mitte) und der 1. FC Erlensee (Süd). Von einem hessischen Absteiger aus der Regionalliga sollte zunächst einmal nicht ausgegangen werden. Erst nach dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes am 25. Mai ist mit einer Entscheidung zu rechnen, wie es mit der Regionalliga weitergeht; Selbst bei einem Abbruch ist es aber äußerst unwahrscheinlich, dass eine Mannschaft absteigen müsste – geschweige denn drei. Keinen dieser drei Abstiegsplätze belegt zurzeit eine hessische Mannschaft, der FC Gießen ist Viertletzter.

Verbandsliga

Meister Hünfelder SV verlässt die Liga, drei Gruppenligisten (Aufstiegsrecht besitzen Hosenfeld, Gudensberg und Lichtenau) stoßen hinzu. Da Schlusslicht Melsungen für die Gruppenliga plant (siehe Bericht), umfasst die Liga wohl nicht mehr als 18 Mannschaften. Damit gäbe es zwar einen Verein mehr als momentan, es bliebe aber bei 34 Spieltagen.

Gruppenliga

Eine Aufstockung auf 18 Teams ist unvermeidbar. Ein Aufsteiger würde die Liga verlassen, drei Kreisoberliga-Meister (Hönebach, Horas, Gundhelm/Hutten) hinzustoßen. Sollte Hosenfeld das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen und keines der drei nachfolgenden Teams den Platz einnehmen, könnte die Liga 19 Mannschaften umfassen.

Kreisoberligen

Hier wird es erstmals kompliziert in Bezug auf die Ligeneinteilung. Normalerweise läge der Entschluss nahe, die Meister aus den A-Ligen den zugeordneten Kreisoberligen hinzuzufügen. In den Kreisoberligen Nord (Neuenstein, Ausbach/Friedewald) und Mitte (Rönshausen, Sickels) würde das prima klappen, nicht aber in der Süd-Staffel. Dort würde neben Oberkalbach auch Mackenzell zugeordnet werden. Sinn würde das nicht ergeben, schließlich ist die TSG sogar nördlicher als fast alle KOL-Mitte-Teams beheimatet. Rönshausen und Sickels dürften aber auf die Derbys gegen Lütter und Haimbach pochen. Ein Ausweg könnte durch den Rückzug der SG Barockstadt III bestehen. Wenn Mackenzell, Rönshausen und Sickels in die Mitte-Staffel aufsteigen, würden die Kreisoberligen Nord und Mitte 17 Mannschaften umfassen, die Süd noch mit weiterhin 16 Teams dastehen (sofern Herolz nicht freiwillig absteigt, siehe Bericht oben). Damit könnten wohl alle Beteiligten leben.

Kreisligen A, B und C

Große Aufstockungen stehen nicht an. Einzig die A-Ligen Fulda und Fulda/Rhön würden sich vergrößern, da schon vor der Saison zwei Direktaufsteiger aus der B-Liga zur Auffüllung auf 16 Teams festgelegt wurden. Die B-Ligen würden dann entsprechend ebenfalls 16 statt 17 Mannschaften umfassen. Durch Rückzüge, sei es durch freiwillige Abstiege oder das Bilden einer Spielgemeinschaft, könnten sich einzelne Ligen aber noch verkleinern oder vergrößern.

Autor: Steffen Kollmann

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