24.10.2019

Abgänge gut kompensiert

A-Liga Fulda/Rhön: TSV Poppenhausen mit an der Spitze

Thomas Nüdling (links, hier im Duell mit dem Ulstertaler Marvin Donnert) gehört beim TSV Poppenhausen längst zu den wichtigen Leistungsträgern. Foto: Charlie Rolff

Der TSV Poppenhausen steht so gut da wie schon lange nicht mehr: Gemeinsam mit der SG Dietershausen/Friesenhausen führt das Team von Trainer Thomas Freier die Tabelle der A-Liga Fulda/Rhön an.

„Die Mannschaft hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Haben wir vor einem halben Jahr die engen Spiele vielleicht noch 1:2 oder 2:3 knapp verloren, so gewinnen wir diese Spiele jetzt. Der Schritt nach vorne ist klar erkennbar“, erklärt Freier den aktuellen Erfolg, der umso beachtlicher ist, betrachtet man die personelle Situation. Schließlich haben in diesem Sommer mit Konstantin Weigel (FSV Thalau) und vergangenem
Sommer mit Fabio Ruppert (SV Hofbieber) zwei Leistungsträger den Verein verlassen. Dazu hat sich Nicolai Bonaus mindestens für ein halbes Jahr ins Ausland verabschiedet. „Ich hoffe im Fall von Nicolai, dass er vielleicht im März wieder zur Verfügung steht. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass er beruflich bedingt vielleicht gar nicht mehr zurück kommt“, mutmaßt Freier, der sich freut, dass die Mannschaft als Einheit die Lücken schließt.

„Mit Weigel und Ruppert fehlen uns über 30 Tore aus der Vorsaison. Jetzt aber sind wir in der Breite viel schwerer ausrechenbar. Plötzlich haben wir sechs, sieben Leute, die jederzeit für ein Tor gut sind“, so Freier, der in dieser Runde bereits 13 verschiedene Torschützen beglückwünschen durfte. Von Titelanwärter- oder Aufstiegsgedanken will der mittlerweile 54-Jährige aber nichts hören: „Wenn wir die Abgänge nicht hätten, könnten wir vielleicht tatsächlich angreifen. So aber wird es sofort eng, sobald zwei, drei Mann ausfallen. Der Kader ist in der Breite nicht sonderlich groß, so dass ich selbst immer wieder mit auf die Bank muss“, sagt der Coach, der in dieser Spielzeit bislang zwölf Mal auf dem Spielberichtsbogen erschien und fünf Mal sogar eingesetzt wurde.

„Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Der Durchschnitt dürfte so ungefähr bei 22, 23 Jahren liegen. Das ist genau der richtige Weg, aber wir träumen nicht“, meint Freier, der sich dennoch Ziele steckt. Vor der Winterpause muss sein Team noch zu seinem ehemaligen Verein nach Simmershausen, ehe zum Ende des Jahres 2019 gegen Dipperz/Dirlos II, Weyhers und Langenbieber drei Heimspiele auf dem Programm stehen. „Niemand redet hier von der Meisterschaft, aber es sollte schon die Zielsetzung sein, dass wir die Hinrunde weiterhin so gut zu Ende spielen, um in der Winterpause vorne dabei zu sein. Was danach kommt, ist offen“, so Freier, dessen Elf am kommenden Wochenende wegen der Kirmeszeit in erst einmal Fußballpause hat.

Autor: Ralph Kraus

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