Hessenligsten vor Start

Abstand, Aufteilung und Hoffnung

11. Januar 2022, 09:40 Uhr

Während Neuhofs Sergio Sosa Perez (links) erst am 1. Februar ins Training einsteigt, muss Luca Uth mit den Steinbacher Kollegen bereits eine Woche zuvor ran. Foto: Charlie Rolff

Die Fußballpause neigt sich auch im Amateurbereich langsam dem Ende entgegen. Als erste Vereine gehen die Hessenligisten an den Start. Wir haben uns bei den fünf osthessischen Vertretern umgehört. Die Prämisse: Wann geht es wieder los und wie stellt man sich gegen die Pandemie und drohende Rückschläge durch mögliche positive Fälle samt Quarantäne?

SG Barockstadt

Kaum Neuigkeiten gibt es aus dem Kader der Barockstadt. Bereits vor der Winterpause waren die Spieler fast vollständig durchgeimpft, mittlerweile beträgt die Quote 100 Prozent. Bis zum Ende der Woche fragt Manager Sebastian Möller den Booster-Status ab. „Grundsätzlich läuft unser Trainingsbetrieb unter 2G+-Bedingungen. Entweder die Jungs sind geboostert oder getestet“, sagt Möller, der zudem in Betracht zieht, weitere Schnelltests durchzuführen. Am 17. Januar steigt die SGB in die Vorbereitung auf die Play-offs ein, die Mannschaft teilt sich auf zwei Kabinen auf. Mögliche Quarantäne-Fälle sollen so minimiert werden. Unter anderem testet der Club gegen die Regionalligisten FC Gießen und FSV Frankfurt, zudem laufe der Stadion-Umbau planmäßig an.

SV Neuhof

Am Fuße des Kalibergs bittet Trainer Alexander Bär seine Mannschaft am 1. Februar wieder zum Training. Bis dahin gelten die individuellen Pläne, die im Notfall ausgeweitet werden könnten. Die Corona-Thematik hofft der Coach jedoch umgehen zu können. "Unsere Impfquote ist nahezu vollständig. Ein, zwei Spieler sind noch nicht doppelt geimpft. Wenn Einschränkungen vorliegen, müssen wir uns Lösungen überlegen", sagt Bär, dessen Akteure aufgrund der beruflichen Dienste mehrmals die Woche einen Schnelltest vorlegen müssen. Auch im Falle einer drohenden Quarantäne der Mannschaft kann der 50-Jährige leichte Entwarnung geben: "Wir haben vier Umkleidekabinen und teilen die Truppe deshalb beim Trainingsbetrieb auf. Wir können deshalb gut trennen."

Hünfelder SV

Am 24. Januar startet der HSV wieder ins Trainingsgeschehen. Was Corona angeht, bleibt der Sportliche Leiter Mario Rohde recht entspannt. "In Sachen Impfquote angeht sind wir komplett sicher. Alle Spieler sind mindestens doppelt geimpft, von daher haben wir mit 2G keine Probleme. Das gilt sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft." Ohnehin habe man eine top Infrastruktur und Hygienekonzept. "Als hauptsächlichen Infektionsherd sehen wir die Kabinen und Duschen. Da verfahren wir weiterhin wie bisher, dass wir unseren Spielern feste Plätze in vier verschiedenen Kabinen zuteilen. So wird die ganze Truppe ein bisschen entzerrt. Wir haben in den vergangenen Monaten schon so verfahren." Dennoch weiß auch Rohde, "dass das alles ein Balanceakt ist. Man muss versuchen, das richtige Maß zu finden und quasi von Tag zu Tag – je nach Entwicklung – neu entscheiden. Solange uns die Politik nichts anderes vorschreibt, werden wir trainieren. Auch für Freundschaftsspiele sehe ich keine Probleme", sagt Rohde.

SV Buchonia Flieden

Schon am kommenden Samstag geht es im "Königreich" wieder voll zur Sache. Dann bleiben Trainer Bardo Hirsch genau sechs Wochen, um seine Elf für das Nachholspiel gegen den KSV Baunatal (26. Februar, verlegt von 14 auf 15 Uhr) fit zu bekommen. "Egal was wir auch tun, es wird durch die Pandemie mit Sicherheit wieder die eine oder andere unvorhersehbare Überraschung geben. Ich hoffe, dass wir gut durchkommen", sagt der zweite Vorsitzende Frank Happ. Das Plus der Buchonia: "Bei uns sind seit November alle Spieler mindestens zwei Mal geimpft und mittlerweile auch sehr viele Spieler geboostert", informiert Happ. Der Verein verlangt zudem von seinen Akteuren am Dienstag und Donnerstag Bürgertests, die als Kontrolle vorgelegt werden müssen. "Man kann das Risiko aber nur minimieren. Ganz ausschließen, dass das Virus auch bei uns zuschlägt, kann man wohl nicht."

SV Steinbach

Am Mühlengrund rollt der Ball wieder ab dem 24. Januar. Ab da erwartet Trainer Petr Paliatka eine hochmotivierte Mannschaft. "Wir müssen die Vorbereitung einfach konsequent durchziehen. Wenn alle motiviert und voll bei der Sache sind, dann gehen wir gut gerüstet in die zweite Saisonhälfte. Alle wissen, dass wir vom ersten Tag an punkten müssen." Was die Impfungen angeht, ist Paliatka aktuell noch nicht abschließend informiert. "Es ist ja bekannt, dass zwei Spieler beim letzten Spiel in Alzenau durch die dortigen Regelungen nicht mitfahren durften. Das waren unsere beiden einzigen ungeimpften Spieler. Einer davon konnte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen. Ich hoffe aber schon, dass die Mannschaft weitgehend geboostert ist. Wir hatten in der ganzen Zeit im Team bisher zwei Coronafälle, die aber beide glimpflich verlaufen sind."

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