13.06.2018

Weyhers-Abstieg hinterlässt tiefe Spuren

Wehner und Zink treten kürzer

So wie hier Lorenz Leitschuh haben die Weyherser gegen die SG Gundhelm/Hutten um jeden Millimeter Rasen gekämpft - gereicht hat es aber nicht. Foto: Charlie Rolff

Im vierten Kreisoberliga-Jahr hat es den TSV Weyhers erwischt. Nach einer teilweise dramatischen Relegationsrunde mit der SG Gundhelm/Hutten und der Reserve Johannesbergs muss die Elf von Darius Giemza wieder den Gang in die A-Liga antreten.

Die beiden Niederlagen aus den Relegationsspielen gegen Johannesberg II und Gundhelm/Hutten haben bei den Weyersern deutliche Spuren hinterlassen. Beim 3:4 gegen die Schlüchterner lag der TSV noch bis eine Viertelstunde vor Schluss mit 3:1 vorne, ehe der A-Liga Vizemeister den Spieß noch umdrehte und die Vorderrhöner aus der Kreisoberliga beförderte. "Natürlich sitzt das noch tief und du verarbeitest das nicht in einer Woche. Es ist einfach unglücklich gelaufen", beschreibt der Weyherser Trainer Darius Giemza den Relegationsschock mit dem damit verbundenen Abstieg in die A-Liga.

Dem 34-Jährigen stößt die dichte Terminfrequenz seiner Elf - angefangen vom letzten Spieltag beim SV Herolz über die beiden Relegationsspiele innerhalb von acht Tagen - immer noch auf. "Wir haben uns schon benachteiligt gefühlt, zumal das letzte Punktspiel zwischen Gundhelm und Kressenbach erst gar nicht stattfand und Johannesberg sein letztes Spiel vorgezogen hat. Wir mussten in Herolz bei 35 Grad ran und sind an unsere Grenzen gegangen. Dann kannst Du nicht drei Tage später gegen Johannesberg 100 Prozent geben. Das können die wenigsten Bundesligisten."

Dass Weyhers schlussendlich als Drittletzter der Kreisoberliga Süd überhaupt im Abstiegsstrudel gelandet ist, macht Giemza an zwei Faktoren dingfest: "Kreisoberliga-tauglich haben wir zwar gespielt, aber die Ergebnisse waren es nicht. In Oberzell zum Beispiel haben wir in der Nachspielzeit das 1:2 kassiert und gegen Lütter haben wir auch erst zum Schluss verloren, obwohl wir die bessere Mannschaft waren. Das hat sich summiert. Außerdem haben Jannik Helfrich und Dirk Zink viel weniger Tore als in der Saison davor geschossen, was aber auf keinen Fall ein Vorwurf sein soll."

Gerne möchte der Übungsleiter im nächsten Jahr auch ohne Alexander Wehner und Zink, die aus familiären Gründen kürzertreten werden, oben angreifen und den Wiederaufstieg ins Auge fassen, und das am liebsten von der A-Liga Fulda-Rhön aus. "Ich hoffe, dass wir in die Rhön kommen. Ein paar Spiele habe ich mir dort angeschaut. Wir müssen aber nicht um den heißen Brei reden, dass in dieser stärksten A-Liga guter und kampfbetonter Fußball gespielt wird. Wenn alles optimal läuft, dann können wir unter den ersten Fünf stehen", meint Giemza, der es für eine Mannschaft einen Tick leichter hält, die Kreisoberliga zu halten, als dorthin aufzusteigen.

Autor: Christoph Weß

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